Best Practice: Alfa Romeo präsentiert sich zur Markteinführung des Alfa MiTo auf Facebook
Ist Facebook für Unternehmen die richtige Plattform? Sollte ein Unternehmen Facebook in Ihrem Marketing-Mix aufnehmen? Eignen sich Web 2.0 Plattformen für Unternehmen?
Viele Firmen stehen Facebook noch sehr kritisch gegenüber… die (hohen) Kosten für eine eigen entwickelte Facebook-Applikation schreckt viele Entscheider ab. Die virale Verbreitung der Applikation und damit auch letztendlich der Erfolg bzw. das Marken-Branding ist schwer kalkulierbar.
Eine Profilseite auf der Facebook-Plattform ist sicherlich nicht das Optimum für die Selbstdarstellung. Also was tun?
Fakt ist jedoch, dass sich auf Facebook die junge Zielgruppe (18-35 Jahre) aufhält und man dort die jungen Menschen am Besten erreicht.
Alfa Romeo in der Schweiz zeigt wie es geht:
Zur Markteinführung des Alfa Mito wurde im März ein dreisprachiges Gewinnspiel unter dem Motto “Be crazy. Win an Alfa MiTo.” auf Facebook platziert. Zur Verbreitung der Botschaft setzte die Agentur OgilvyInteractive auf die viralen Effekte der Social Communities. Lediglich unter der Domain www.alfamito.ch wurde ein Hinweis zum Gewinnspiel veröffentlicht. Das Gewinnspiel wurde auf der MiTo-Facebook-Profilseite integriert.
Die verrückteste Idee der Community wurde gefragt: Was würdest Du tun um einen nagelneuen Alfa MiTo zu gewinnen? Be crazy!
Eine hochkarätige Fachjury wählte im ersten Schritt die besten 10 Ideen. Die verrückten Einsendungen reichen von Bodypainting bis zur Tätowierung “MiTo MiTo” auf dem Po einer jungen Dame.
Alfa Romeo begleitet die Teilnehmer während der Umsetzung der Idee mit der Videokamera. Die 10 Videos werden ab dem 20.04.2009 auf der Facebook-Profilseite veröffentlicht. Natürlich wählt dann die Facebook-Community den Hauptgewinner. Der Gewinner steht (natürlich auf Facebook) am 11. Mai fest.
Die Kampagne hat einen deutlichen Mehrwert für die Marke Alfa Romeo: Neben der viralen Verbreitung durch Blogs und Medien, organisieren sich die Teilnehmer durch Facebook-Gruppen, Mailings und Aufrufe im Web selber. Die Aktion wird somit auch außerhalb von Facebook viral verbreitet.
Es dauert sicherlich auch nicht lange, bis die ersten Videos (und somit auch die Marke Alfa Romeo) auf YouTube & Co. veröffentlicht werden.
Fazit: Gute Idee – mit einem geringen Budget ein Maximum erreicht.
Was ist eure Meinung zur Kampagne?
Nachtrag – 15.05.2009:
Inzwischen steht der Gewinner eines Alfa Mitos fest: Pirmin Bier, der sich im Misthaufen gewälzt hat und dann auf einen Halbmarathon ging.

Mein Name ist Marcel Schler, ich bin freiberuflicher Social Media Berater aus Wiesbaden und blogge seit 2009 über News im Social Media Umfeld.
Für das Branding bestimmt eine gute Kampagne. Für den Abverkauf…? Die Frage ist ja, ob die jungen Leute einfach nur Party machen wollen, oder sich ernsthaft für das Produkt interessieren. Aber wenn Alfa sich “crazy” positionieren will, vielleicht kein schlechter Versuch.
[...] eine erfolgreiche Social Media Kampagne aussieht, kann man sich an der Markteinführung von Alfa Romeo Schweiz für das Modell Mito [...]