Social Media Potential für NPOs
Ich habe gerade einen interessanten Blogbeitrag über das Fundraising und das damit verbundene (unausgeschöpfte) Potential des Web 2.0 gefunden.
In diesem Bericht wurde es deutlich, dass die etablierten (klassischen) NPOs (Nonprofit Organisationen) bereits im Wording scheitern… Spender bzw. das Wort “spenden” grenzt die Aktivitäten im Vorfeld zu stark ein.
Durch die möglichen Kommunikationsmittel und Aktivitäten wollen die Unterstützer primär unterstützen und nicht nur spenden.
Eine Vernetzung und Einbeziehung der einzelnen Unterstützer (Stakeholder) muss statt finden. Eine Community könnte dabei behilflich sein, wo sich die Unterstützer untereinander verabreden können und evtl. auch mit Teams gegenseitig antreten. Die Community wird dabei zum Motivationsfaktor.
Ich möchte mal 2 Projekte im Detail vorstellen, die bereits so ähnliche Kommunikationsansätze verfolgen:
Netzwirken
Ein Förderer stellt über das Portal www.netzwirken.net zwei Projekten einen Geldbetrag als finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Die Projektverantwortlichen haben 28 Tage Zeit in einem gemeinsamen Challenge-Blog das Projekt vorzustellen und die sozialen Ziele mit Hilfe von Bildern und Videos zu erklären.
Die Community bildet sich aufgrund der Blogbeiträge und Kommentaren eine eigene Meinung zum Projekt und entscheiden mit Ihrer Stimme über die faire Verteilung der Summe. Um ein Teil des Projektes zu sein, kann man auch freiweilig die Fördersumme erhöhen.
betterplace.org
Auf betterplace.org werden Hilfsprojekte aus der ganzen Welt oder der unmittelbaren Nähe angeboten. Die Unterstützung erfolgt über Geld-, sowie Sachspenden und über die freiweilige Mitarbeit Einzelpersonen oder Unternehmen. Internationale Unternehmen, wie z.B. Capgemini Deutschland GmbH, Immobilien Scout GmbH, XING AG unterstützen die Plattform als Förderer.
Auf der Plattform kann man den Erfolg multimedial mit verfolgen, welchen konkreten Unterschied der persönliche Beitrag (z.B. eine Sachspende) verursacht hat.
Die Projektverantwortlichen zeigen den Projektfortschritt in Form von einem Spendenbalken (z.B. 80% finanziert) und mit Hilfe von Bildern auf der persönlichen Projektdetailseite. Eigene Projekte können ebenso eingetragen werden, wie die Bereitschaft als Unterstützer eines Projekts.
Um die Motivation zu fördern, werden die bereits abgeschlossenen Projekte aufgelistet und in Form eines Projektblogs wird über die positiven Folgen vor Ort berichtet. Die Förderer und Unterstützer werden mit Profilbild und Detailinformationen dargestellt.
Es können auch Teams gebildet werden, die ein gemeinsames Ziel verfolgen und bei der Erreichung des Ziels eine feste Summe an ein ausgewähltes Projekt spenden.

Mein Name ist Marcel Schler, ich bin freiberuflicher Social Media Berater aus Wiesbaden und blogge seit 2009 über News im Social Media Umfeld.