Wie ich gestern im Barcamp in Mainz wieder feststellen musste, ist Twitter aus der Echtzeit-Kommunikation gar nicht mehr weg zu denken. Was einerseits ein großer Vorteil ist, hat andererseits auch als Folge eine Überflutung von Informationen.
In einer gestrigen Barcamp-Session wurde “Twitter Times” vorgestellt – die personalisierte Twitter-Zeitung.
Das Konzept von Twitter Times ist simple: Es filtert die Neuigkeiten des Tages und präsentiert diese aufbereitet als Onlinezeitung.
Es werden alle Tweets von Personen die man folgt analysiert und gefiltert. Die Filterung der Tweets findet u.a. nach Aktualität des Tweets, die Häufigkeit der Weiterverbreitung im Twitter-Netzwerk und wie oft die Meldung diskutiert wird. Daraus ermittelt Twitter Times eine Durchschnittsquote und vergibt den Beitrag eine gewisse Priorität. (weiterlesen…)
IKEA ist bekannt durch das simple. Dieses Prinzip hat die schwedische Möbelmarke auch auf Facebook übertragen. Die Marke IKEA hat sich mit wenig finanziellen Mitteln eine große Aufmerksamkeit verschafft. Natürlich muss man kritisch hinzufügen, dass der Erfolg ein Großteil auf das bereits vorhandene Markenimage aufbaut.
IKEA hat, anders als andere Marken zuvor, nicht aufwendige Facebook-Applikationen erstellen lassen, sondern sich an die vorhandenen Funktionen bedient. Die beliebteste Facebook Funktion ist die Markierungs-Funktion – wo man Freunde und sich selber auf Fotos markieren kann.
Bevor es zu ausführlich wird, seht einfach selbst nach:
Der Schauspieler Michael Jäger, bekannt u.a. aus den TV-Serien Marienhof, Forsthaus Falkenau und SOKO5113 hat ein ehrgeiziges Ziel: Er möchte Tatort-Kommissar werden!
Die Kult-Sendung auf ARD sucht ein neues Ermittler-Duo für das Rhein-Main Gebiet. Nach eigenen Aussagen hat er das Ziel, als Tatort-Kommissar arbeiten zu wollen, seit er mit der Schauspielerei angefangen hat. Seine Bemühungen sind vielfältig und er hat Biss: Seit September versucht er sein Ziel zu erreichen.
Im Stern.de-Interview sagte Liane Jessen (Fernsehspielchefin des Hessischen Rundfunks): “Ich bin begeistert über jeden originellen Vorschlag. Ich könnte mir auch vorstellen, Grönemeyer zu besetzen. Oder einen Kabarettisten.” Warum in die Ferne schweifen, wenn die Lösung so nah ist: Michael Jäger ist kreativ und bewirbt seine Bewerbung auf unkonventionelle Art und Weise.
Er schreibt seine Kontakte über XING an, eröffnet eine Fanpage bei den Social Networks Facebook und eine Gruppe bei den Lokalisten. Via Twitter, unterrichtet er täglich seinen 1.500 Follower über den aktuellen Stand und nutzt auch sonst Twitter sehr aktiv. Damit aber nicht genug! Er drehte ein Bewerbungsclip, mit direkter Ansprache an Liane Jessen und verbreitete diesen auf YouTube. In seinem YouTube-Channel veröffentlicht er regelmässig Unterstützer-Videos und Interviews.
Wie weit würde jeder einzelne für seinen Traumberuf gehen?
Diese Frage hat sich auch Thorsten aus München gestellt und kam zum Entschluß: Sehr weit!
Vorab muss ich sagen, dass die Bewerbung und die Art der Kommunikation genial sind. Der Junge will es wissen!
Nun aber zum Anfang: Thorsten will als Texter zu Red Bull in Salzburg. Der “traditionelle” Weg, in Form von Terminvereinbarung, schriftliche Bewerbung und evtl. ein Telefonat mit der Personalabteilung, war nicht “kreativ” genug.
Seine Bewerbung sollte sich abheben von der Masse und einschlagen wie eine Bombe: Ohne Einladung. Aber dafür mit umso mehr Bums. Genauso wie auch Werbung wirken soll.
Er entschloß sich, von München nach Salzburg zu gehen… Richtig: Gehen! 130 Kilometer zu Fuß! Ohne persönlichen Termin, erschien er nach 8 Tagen Wanderung (mit gefärbten Haaren im typischen Red Bull Rot und einem Red Bull Helm) in Salzburg und absolvierte ein “spontanes” Bewerbungsgespräch bei Red Bull.
Thorsten wollte auf diesen ungewöhnlichen Weg nicht nur Red Bull von sich überzeugen, sondern alle Menschen, die er auf seinem (ungewöhnlichen) Weg kennen lernt.
Um die “Power der Masse” für sein Vorhaben zu nutzen, hat er vorab über diverse Social Networks (Facebook Fanpage, Facebook-Gruppe, MeinVZ-Gruppe) seine Aktion beworben und in seinem dafür eingerichteten Blog www.thorsten-geht-zu-redbull.de berichtet. Über Twitter informierte er ebenfalls regelmässig seine treuen Fans.
Zusätzlich hat Thorsten 1.000 Postkarten drucken lassen, die er auf seiner Wanderung verteilt hat und auf seiner Website zum Download angeboten hat. Wer an die Idee geglaubt hat, der hat eine Postkarte direkt zur Personalabteilung von Red Bull geschickt. Unter all den Einsendungen ermittelt Thorsten den Gewinner und verlost einen Hauptpreis: Falls er den Job in Salzburg erhält, lädt er den Gewinner zu einem Trip nach Salzburg ein.
Der Social Media Preview Blog hat es im November 2008 bereits sehr treffend zusammengefasst. Die Orientierung der Bankkunden richtet sich verstärkt in den Online-Medien.
Im Blog heisst es:
“Allein in den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil der Online-Bankkunden an der deutschen Gesamtbevölkerung von 23 auf 36 Prozent gewachsen.
Wohin der Trend in Zukunft geht, zeigt deutlich Südkorea: Dort gibt es 42 Millionen Online-Bankkunden – bei 49 Millionen Einwohnern.”
Wenn man sich aber die Großzahl der Banken anschaut, so ist die Website und auch die Werbemaßnahmen dem “Trend” noch nicht angepasst. Viele Websites sind auch optisch nicht mehr zeitgemäß und “verstecken” sich hinter alten Navigationsstrukturen. Die Zielgruppenansprache findet bei vielen Banken nur über die herkömmlichen Wege statt, meistens in Form von Newslettermailings und Neuigkeiten auf der Website.
Warum werden nicht Web 2.0 Tools eingesetzt?
Als Beispiel wäre hier ein Blog zu nennen. Ein Blog könnte auch zielgruppenspezifisch eingesetzt werden, z.B. ein Job-Blog für die Ansprache neuer Mitarbeiter oder ein Wertpapier-Blog, um die Anleger zu informieren und über die neuen Leistungen in Kenntnis zu setzen. Eine bessere und zielgerechte Platzierung bei Google ist unter anderem durch solche Maßnahmen möglich.
Informieren über eine persönliche Ansprache: Ein YouTube-Channel im eigenen Branding stellt die Bank und im besten Fall die verschiedenen Ansprechpartner vor, die wöchentlich via Podcast Tipps zu einem bestimmten Thema geben Mit gutem Beispiel voran, geht die SEB Bank. Im eigenen YouTube-Channel wird zum Beispiel gezielt die Zielgruppe Bewerbe mit dem Film “Ein Überblick über unsere Ausbildungsberufe – Der SEB Azubifilm.” angesprochen. Leider findet die Verlinkung zum YouTube-Channel auf der SEB-Website nur zögerlich statt.
Die Social Media Strategie vieler Banken ist leider auch 2009 noch nicht vorhanden und wenn ja, nur in abgespeckter Form (siehe SEB Bank).
Eine Social Media Strategie hat unter anderem das Ziel, den Kunden als Multiplikator einzusetzen. (weiterlesen…)
Wer bloggt hier?
Mein Name ist Marcel Schler, ich bin freiberuflicher Social Media Berater aus Wiesbaden und blogge seit 2009 über News im Social Media Umfeld.