Braucht ein Unternehmen einen Social Media Manager?

Karrierebibel.de hat ein sehr interessantes Interview mit dem Social Media Manager Steffen Rochau geführt. Stefan arbeitet seit einem halben Jahr beim E-Commerce Unternehmen Internetstores (u.a. fahrrad.de) in Esslingen.

In vielen Blogs wurde bereits das mangelnde Bewusstsein der Unternehmen kritisiert. In der Tat werden Positionen im Social Media Umfeld sehr häufig von Praktikanten im Unternehmen ausgeübt. Ein Blick in Jobsuchmaschinen bestätigt diese Aussage.

Gerade in größeren Unternehmen ist der Bedarf an Fachpersonal sicherlich sehr hoch. Die IT-Abteilung wird ja auch nicht von 2 Informatik-Studenten geleitet.

Meiner Meinung nach, ist der Social Media Manager nicht nur Bindeglied zwischen den einzelnen Abteilungen (z.B. PR-Abteilung, Produktmanagement, Customer Service, IT), sondern auch Umsetzer bzw. Konzepter in einer Person. Wie im Interview passend beschrieben, ist er Animateur im Netz, also maßgeblich konzeptionell am Community-Aufbau beteiligt. Darüber hinaus müssen die Dialoge im Social Media anhand verschiedener Social Media Monitoring Maßnahmen kontrolliert werden.

Der Beruf als Social Media Manager wird zukünftig von großer Bedeutung sein, der auch nach verschiedenen Erfolgsfaktoren gemessen wird. Die internen Strukturen im Unternehmen (z.B. Datenschutz, Wettbewerbsklauseln, etc.) sind in den Tätigkeiten immer zu beachten. Wie man als Unternehmen ohne Social Media Manager schnell gegen die Wand fahren kann, hat Jack Wolfskin und Jacko im letzten Jahr sehr deutlich bewiesen.

Da stelle ich mir doch die Frage: Wäre ein Praktikant, aufgrund seiner Unerfahrenheit, in so einem Fall nicht schnell überfordert gewesen???




2 Kommentare vorhanden zu “Braucht ein Unternehmen einen Social Media Manager?”

  1. Ulf Kossol sagt:

    Hallo, wir haben die Frage des Chief Social Media Officers vor einiger Zeit ebenfalls beleuchtet. Bisher gibt es noch nicht soviele ganzheitliche Ansätze in Unternehmen, aber wir registrieren zur Zeit ein wachsendes Bewußtsein, social media als Prozeß und nicht als Projekt integrativ wahrzunehmen:

    http://www.besser20.de/stellenausschreibung-chief-social-media-officer/225/
    http://www.besser20.de/warum-der-chief-social-media-officer-kommen-wird/392/

    Übrigends: Sehr guter Blog, gefällt mir!

  2. ich denke das Argument ist gut: Warum wird so etwas wichtiges Praktikanten überlassen? Ein Unternehmen, dass in SM aktiv werden möchte, muss klare Regeln aufstellen: wer darf was wozu wo sagen. Das kann das ganze auch von einem Team gestemmt werden. Wichtig ist nur, dass sich jemand verantwortlich fühlt!

    Gruß
    Gerrit




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