Was ist Flattr? Das Belohnungssystem für Blogger & Co.
Auf vielen Blogs und Portalen wird Flattr in der letzten Zeit vermehrt eingesetzt. Vielen stellt sich die Frage, was Flattr überhaupt ist.
Flattr ist ein “social micropayment system”. Mit anderen Worten eine Bezahlform für User, die Autoren bzw. Portalbetreiber in finanzieller Form belohnen möchten. Die meisten Blogger schreiben und recherchieren Beiträge ohne finanziellem Hintergrund und setzen beispielweise Bannerwerbung ein, um die laufenden Serverkosten zu bezahlen.
Wie funktioniert eigentlich Flattr?
Man erstellt bei Flattr.com ein eigenes Konto und zahlt einen freiwillig bestimmten Betrag ein. Die Mindestgrenze liegt jedoch bei 2,00 Euro pro Monat. Wenn ein Blog den Flattr-Button integriert hat, kann man mit einem Klick diese Plattform für das Flattr-Belohnungssystem aktivieren.
Am Monatsende wird dein monatliches Budget durch die angeklickten Plattformen geteilt (z.B. 10 Blogs im Monat durch Flattr aktiviert, werden die 2,00 Euro durch 10 gesplittet und jeder erhält 0,20 Euro) und dem Autor gutgeschrieben.
Ich finde die Idee von Flattr sehr gut und die Folge könnte eine Steigerung der Qualität der einzelnen Beiträge haben. Vielleicht ersetzt es auch die Bannerwerbung in manchen Blogs – es wäre wünschenswert.

Mein Name ist Marcel Schler, ich bin freiberuflicher Social Media Berater aus Wiesbaden und blogge seit 2009 über News im Social Media Umfeld.
Hi Marcel,
die Anwendungszwecke von Flattr beschränken sich nicht nur auf Blogs, langfristig soll bei jedem Beitrag, egal ob Foto, Audio, Video oder Straßen-Performance (Bsp. durch QR Code), möglich sein zu flattrn. Dadurch wird vor allem die Unabhängigkeit der Künstler gestärkt werden. Wenn man genug Geld durch flattr verdient, muss man keine CDs mehr verkaufen. Wenn das System weit genug verbreitet ist, wird es von Vorteil sein, seine Werke kostenlos anzubieten, weil dadurch mehr Menschen einen Grund haben den Button zu klicken. Von 10€ für eine CD bleiben für den Künstler heute nur 0,5-1€. 10€ für Flattr sind also soviel Wert wie 100-200€ für CDs.
Hier hab ich noch ein paar mehr Gedanken dazu und einen Vortrag vom Flattr Gründer Peter Sunde:
http://helloandlike.com/2010/flattr-if-you-like-it-it-is-quality/
Das Problem ist nur, dass der normale Anwender wohl kaum Flattr nutzen wird – gäbe es hier einen Wunsch andere für Ihre Arbeit zu entlohnen, wären Amazon Geschenklisten oder Paypal Spendenbuttons erfolgreicher.
Das der normale Anwender sich einen Flattr Account anlegt, dort Geld einzahlt und dann verteilt ist für mich reine Utopie