Vapiano ist eine internationale Restaurantkette / Selbstbedienungsrestaurants, die durch so genanntes Front Cooking die (vorwiegend italienischen) Speisen frisch vor den Augen der Gäste zubereitet.
Konzeptionell lässt sich das Team in regelmäßigen Abständen immer wieder was Neues einfallen:
Beispielsweise das Mittagspausengewinnspiel oder die Fan-Pasta. Über eine Facebook-App konnten die Fans ihr Lieblingsrezept erstellen und auf Facebook veröffentlichen.
Die Community konnte anschließlich aus über 1.200 Rezeptideen ihr Lieblingspasta-Rezept auswählen. Das Gewinner-Pastarezept wurde auch in den Restaurants eingeführt.
Kurzer Status-Check: Vapiano auf Facebook
Die offizielle und globale Vapanio-Fanpage besitzt derzeit über 270.000 Fans. Die Interaktionsrate ist derzeit, im Hinblick auf die Fan-Anzahl und wieviele Menschen über Vapino sprechen, mit über 10% sehr gut.
Die Zahlen lassen erkennen, das Vapiano mit den Fans kommuniziert und die Community aktionsweise einbezieht. Das Social Media Team besteht aus 2 Personen und wird auf der Fanpage – sehr authentisch – mit einer Kurzbeschreibung vorgestellt.
Vapiano und Instagram
Instagram ist eine kostenlose Foto-Sharing-Anwendung, die Benutzern erlaubt, Fotos zu machen, einen Filter anzuwenden und das bearbeitete Foto mit seinen „Followern“ zu teilen (Auszug von Wikipedia). Die App ist u.a. für Android und iOS erhältlich.
Vapiano ruft in verschiedenen Postings zum Download der App auf und fordert seine Fans auf, Bilder von “ihrem” Vapiano-Restaurant mit einem einheitlichen Hashtag zu veröffentlichen. Die Bilder werden in einer eigenen Facebook-Applikation auf der Vapanio-Seite bereit gestellt.
Die Fans können untereinander die eingestellten Bilder auf Facebook voten und das Social Media Team kürt jeden Tag ein neues Bild zum “Favorite of the day”, was innerhalb der Facebook-App dargestellt wird.
Was kann man verbessern?
Innerhalb der App fehlen verschiedene Filtermöglichkeiten, wie beispielsweise die Filterung der Fotos nach Votes oder Datum.
Die Beschreibung, wie der Nutzer mitmachen kann, sollte auch innerhalb der Seite direkt dargestellt sein.
Das Fazit
Eine gute Aktion und Vapiano zeigt es, wie man seine Community auch ohne Gewinnspiele mit einem iPad & Co. motivieren kann.
Porsche – ein Männertraum! Ein Traum vieler Männer, oft ein unerreichbarer Traum. Die weiblichen Leser meines Blogs werden jetzt mit dem Kopf schütteln, die meisten männlichen Leser werden wahrscheinlich still und leise zustimmen.
Der Autohersteller Porsche hat in einer wahren “User-Generated-Content”-Kampagne die über 2,000,000 (!) Facebook-Fans einbezogen. Die Porsche-Fanpage auf Facebook hat die sensationelle 2 Millionen Marke überschritten. Über eine eigene Microsite konnten jeder Fan an dieser Aktion teilnehmen.
Porsche hat das aktuelle Facebook Profilbild aller teilnehmenden Personen auf einen Porsche Cayman S platziert.
Der Übergang vom einer digitalen Kampagne, zu einer geschickten Produktplatzierung finde ich persönlich sehr gut.
Porsche ging aber noch ein Stück weiter, um die Viralität innerhalb der Social Networks zu erhöhen:
Nach Beendingung der Aktion, kann der Teilnehmer sein Name auf der Microsite eingeben und schon wird das eigene Bild auf dem Cayman S angezeigt.
Anschließend hat der User die Möglichkeit, das ausgewählte Bild auf Facebook in seinem persönlichen Netzwerk zu teilen oder zu kommentieren. Als Kritik möchte ich die dezente Platzierung der Funktion nennen. Die Funktion ist erst auf dem zweiten Blick erkennbar.
Kritik-Punkte der Kampagne
Es ist eine sehr durchdachte Kampagne, allerdings fehlen mir Hintergrundinformationen in Form von Videos, Fotoalbum auf Flickr oder Blogbeiträge. Für die Porsche-Fans wäre es sicher auch interessant gewesen, wie das Bild auf dem Porsche platziert wird.
Ein Dank an das Blog “Auto-Geil.de” – der mich auf diese Aktion aufmerksam gemacht hat.
Die “Umsteiger” von Facebook auf Google Plus werden zunächst mit neuen Begriffen wie Circles, Sparks oder Hangout konfrontiert. Eine Vielzahl der Funktionen sind nicht neu, sondern auf Facebook etabliert und im Nutzerverhalten gewohnt.
Die Agentur Cocomore AG aus Frankfurt hat in Kooperation mit dem Socialmedia-Blog.de eine Infografik veröffentlicht, die beide Social Networks gegenüber stellt und die Begriffe anschaulich erklärt.
Im Juli veröffentlichten die Agenturen Zucker und pilot den “Trendreport Juli 2011: Facebook, Marken & TV in Deutschland”. Die Studie untersucht die Facebook-Auftritte der Top100-Werbespender-Marken auf ihre Interaktions- und Dialogmöglichkeiten.
Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass es für Marken nicht ausreicht, eine Facebook Fanpage zu besitzen. Die Marke muss Facebook als Interaktions- /Dialogplattform sehen und dementsprechend auch intern die Strukturen (beispielsweise Erstellung eines Themenplans für Facebook) schaffen.
Wie Fans sind auch auf Facebook sehr wählerisch und agieren nicht direkt mit der Markenpage. Das beweist die rückläufige Interaktionsrate von 1,5 % gegenüber im Vorjahr 2010 von 4,3 %.
Geburtstag vergessen? Wer kennt das nicht: Wochenlang im Voraus denkt man daran und dann hat man den Geburtstag eines Freundes doch vergessen. ForgetMeNot! Mit der neuen Facebook App von der Agentur construktiv kann das nicht mehr passieren. Sie hilft Facebook Usern dabei, den Überblick zu behalten und Geburtstagsgrüße schon im Voraus einzurichten.
Mit Hilfe von ForgetMeNot werden Facebook-User nie wieder die Geburtstage ihrer Freunde oder Bekannten vergessen und können virtuelle Geburtstagsgrüße versenden. Die App zeigt einfach und übersichtlich die Geburtstage aller Facebook-Freunde an und gibt Informationen darüber, wie viele Tage noch Zeit sind, um sich eine schöne Geburtstagsüberraschung einfallen zu lassen.
ForgetMeNot kann aber noch mehr:
Die User haben die Möglichkeit, die Glückwünsche im Voraus einzurichten, sodass der Geburtstagsgruß bei Facebook auf jeden Fall pünktlich ankommt. Der User hat dabei zwei Möglichkeiten: Entweder er fügt einen einfachen Gruß hinzu oder er wählt noch eine Geburtstagskarte aus, die er mit seinem persönlichen Gruß versehen kann. Die App wird den Gruß pünktlich auf die Pinnwand des Geburtstagskindes posten.
Wer die Agentur construktiv noch nicht kennt: 2006 hat die Agentur das Social Bookmark Portal Mister Wong gegründet und hat sich in den letzten Jahren mit einer neuen gegründeten Unit, auf den Social Media Bereich konzentriert.
Eine Symphonie in 3 Akten. Das die Agenturen, vorwiegend in Hamburg, sich gegenseitig nichts schenken und eigene Kampagnen für das Recruiting neuer Mitarbeiter veröffentlichen, ist nichts Neues. Es wird eine Pizza mit QR-Code an Mitarbeiter anderer Agenturen verschickt oder Jobangebote via Facebook Places nach dem Check-In.
Jetzt haben die Agenturen ein neues Spielfeld für die kleinen, oftmals humorvollen, Machtkämpfchen entdeckt: Social Media!
Die Berliner Dependance der Hamburger Werbeagentur Kemper Trautmann hat das Problem, dass die Straßenmusikanten in Berlin keine Rücksicht auf die kreativen Prozesse innerhalb der Agentur nehmen. Warum auch? Was tun? Man mobilisiert die über 1.000 Fans auf Facebook und lässt über den neuen Spielort der Straßenmusikanten abstimmen.
Zur Auswahl standen keineswegs Gewerbegebiete oder ein dunkler Keller, sondern bekannte Namen wie Scholz & Friends, Saatchi & Saatchi, TBWA oder Aimaq & Stolle. Ein Clip auf YouTube hat den viralen Effekt zusätzlich unterstützt.
Auf der Facebook Fanpage konnte dann die Community voten, welche Agentur die Straßenmusikanten für einen Tag “an der Backe” oder besser gesagt vor der Haustür haben.
Die kreativen Agenturen sind keineswegs besser als kleine Kinder: So Du mir, so ich Dir! Die Antwort von Scholz & Friends lies nicht lange auf sich warten. Ein Bild mit Ohrenstöpsel auf der Scholz & Friends Fanpage mit dem netten Untertitel: “Liebe Kollegen von kempertrautmann! Ruhig bleiben, Hilfe ist unterwegs.”
Runde Drei ging wieder an kempertrautmann, die ein Bild vom Team mit Ohrenstöpsel in den Nasen auf Facebook veröffentlichten.
Man kann gespannt sein, was die nächste Antwort sein wird. Ein besonderer Dank geht an Kim-Christopher Granz vom Designlovr-Blog, für die Berichterstattung.
Was denkt man, wenn man die Schlagwörter “Deutsche Post” und “Facebook App” hört? In erster Linie an Briefkasten-Finder oder an eine Briefmarken-Applikation.
Weit gefehlt. Die Deutsche Post Tochter DHL hat vor kurzer Zeit die Facebook App “Social Memories” veröffentlicht. Mit Social Memories hat man die Möglichkeit, sein digitales Leben auf Facebook als digitales oder reales Buch zu speichern.
DHL beschreibt es auf seiner Facebook Page wie folgt:
Dein Facebook-Profil enthält zahlreiche Informationen über Dein soziales Leben und Deine Interaktion mit Freunden. Social Memories ist eine Facebook-Applikation, mit der Du völlig neue Erkenntnisse über Deine Facebook-Aktivitäten gewinnst. Die Highlights Deiner Erinnerungen kannst Du Dir jetzt als gedrucktes Buch bestellen.
Als Voraussetzung sollte man ein Profilbild, sowie mindestens 10 Statusupdates haben und die eigenen Freunde sollten den ein oder anderen Status „liken“ und vielleicht auch kommentiert haben.
Das “Facebook-Buch” verwendet dazu, nach einer Freigabe der persönlichen Facebook Daten, die hinterlegten Daten des Users, sowie die Daten seiner Freunde (Sternzeichen, Geschlecht, Fotogalerien, etc.).
Was sich wie ein “stinknormales” Fotoalbum anhört, ist in Wirklichkeit ein Abbild der kompletten User-Aktiviäten auf Facebook. Infografiken zeigen die sozialen Highlights und Trends.
Der Tatsache geschuldet, dass das Buch nur ca. 20 Seiten umfasst, kann man vor der Erstellung einen Zeitraum für das Buch bestimmen. Das fertige Facebook-Buch kann man digital auf seiner Pinnwand posten oder für 19,00 Euro (zzgl. Versand) in gedruckter Buchform bestellen.
Die Bezahlung läuft bequem über PayPal ab und anschließend ist das Buch innerhalb Deutschlands in 5 – 10 Werktagen beim Nutzer.
Aus Datenschutzgründen kann jeder nur für sein eigenes Facebook-Profil ein Buch erstellen. Ein Zugriff auf die Daten seiner Freunde ist nicht möglich. Was aus Datenschutzsicht richtig ist, aber aus Nutzersicht sehr wünschenswert wäre.
In der Praxis erlebt man es sehr häufig: Fast jedes Unternehmen, unabhängig davon ob es sich um den örtlichen Malermeister handelt oder die internationale Beratungsgruppe, muss auf Facebook sein. Zumindest wird es gedacht.
Die Kanäle werden in den Briefings zuerst genannt, obwohl die Ziele und das Zielpublikum noch gar nicht feststehen. Wenn das Unternehmen dann auf Facebook & Co. vertreten ist, sind viele Verantwortliche überfordert. Stellenweise haben die Unternehmen das Medienecho unterschätzt (kritische User-Kommentare) oder haben keine Idee, was man schreiben soll.
Interessanterweise ist zu beobachten, dass die Unternehmen für eine Website, Microsite, App oder weiteren Marketingaktionen ein detailiertes Briefing inklusive Marketingstrategie erstellen. Diese Mechanismen werden, sobald das Wort Social Media in der Marketingplanung auftritt, komplett außer Acht gelassen.
Die in Zürich ansässige Agentur Namics, hat anlässlich der Social Media Marketing Konferenz in Zürich, eine humorvolle und interessante Präsentation zu diesem Thema veröffentlicht.
Die Abhängigkeit und Integration der eigenen Website mit verschiedenen Social Media Diensten wird oft nicht berücksichtigt. Diese Abhängigkeiten stellt Namics in der Präsentation meiner Meinung sehr gut dar.
Wer den Namen ADAC hört, denkt an Pannenhilfe oder an das monatliche Club-Magazin. Zielgruppe: 35+ und das Image ist ein wenig in die Jahre gekommen. Sowar bisher mein Eindruck vom ADAC. Weit gefehlt…
Auf Facebook zielt der ADAC mit seinem Angebot “ADAC young generation” auf die junge Zielgruppe 16+ und setzt auf die Viralität im Social Media. Die Fanpage der ADAC young generation präsentiert sich auf seiner Pinnwand sehr dialogorientiert, was vom jungen Publikum für Fragen regelmäßig in Anspruch genommen wird. Die Reaktionszeit ist sehr kurz und die Antworten werden von der Community positiv bewertet.
Die Produkte der ADAC young generation werden in einem Tab mit einer eigenen Landingpage beworben, stehen aber nicht im Vordergrund. Um eine dauerhafte Viralität im Netzwerk Facebook zu erzeugen, wurde zusätzlich ein Führerscheingenerator entwickelt.
Der Führerscheingenerator trifft natürlich die Wünsche der jungen Zielgruppe: Jeder möchte ein Führerschein und endlich mobil sein. Der Generator verwendet das Facebook-Profilbild und stellt eine Vielzahl an Accessoires in Form von Brillen und Perücken zur Verfügung.
Anschließend kann der fertige Führerschein als Profilbild verwendet, auf der Pinnwand gepostet werden oder als Grafik herunter geladen werden.
Den Nerv der Zielgruppe hat der ADAC mit diesen Aktionen getroffen: Die Fanpage verzeichnet aktuell über 15.000 Fans. Es muss sich allerdings die Frage gestellt werden, ob Facebook die geeignete Plattform für die ADAC young generation ist. Eine Ausweitung der Aktivitäten in den Netzwerken von Schüler VZ oder StudiVZ würde die Reichweite erhöhen.
Zum Wochenstart werden 4 nennenswerte Seiten/Gruppen auf Facebook empfohlen. Es ist natürlich kein Zufall, dass es sich hierbei vorwiegend um die Werbebranche handelt. Weitere Link-Tipps sind als Kommentar jederzeit willkommen!
David gegen Hornbrillen
Als freiberuflicher Werber muss die Fanpage “David gegen Hornbrillen” natürlich auf Platz 1 stehen. Sehr amüsant, aber mit knapp 70 Fans noch ein wenig dünn besiedelt.
David berichtet täglich aus dem Innersten einer großen Agentur in Deutschland… und kämpft gegen Hornbrillen-Designer und Pitch-Deadlines. Inspiriert am Agenturen-Alltag, berichten 5 Leute aus Agenturen unter dem Synonym “David”, die es geschafft haben. Die sitzen in großen Agenturen in wichtigen Meetings…
Da kotzt das Texterherz
Werbetexter und Geschäftsführer Bert Peulecke von der Werbeagentur Kempertrautmann hat die Facebook-Gruppe 2010 ins Leben gerufen. Aus Frust und Wut über Texte, die er in der Werbung und im Alltag sehen muss, wurde die Gruppe gegründet und konnte innerhalb kurzer Zeit über 8.000 Mitglieder gewinnen, die fleissig Beispiele veröffentlichen.
Beratersprech
Jeder kennt das Gefühl, dass man in einem Kundentermin nach dem 3. Satz gedanklich Wikipedia im Hirn aufruft, um die Fremdwörter (oder das Bullshit-Bingo) nachzuschlagen. Die schlimmste Gattung sind die Berater: Berater sprechen kein Deutsch. Berater sprechen Beratersprech.
Pitch-Etiquette
Ein Ort im Netz für das ewig leidige Thema “Unbezahlte Pitches – und andere Eigenarten von Kunden auf Agentursuche”. Potentielle Kunden, die Pitches nicht bezahlen und solche, die sich nicht mal mehr melden nach einer Präsentation, haben alle Agenturen schon erlebt.
Hier darf man davon erzählen. Sich inspirieren lassen von den Erfahrungen Anderer, dass es auch anders geht. Sich Mut machen und holen.