Archive for the ‘Kampagnen’ Category

Best Practice: Facebook Marketing mit kleinen Mitteln

Die Autovermietung SIXT macht es seit Jahren erfolgreich vor: Sie reagiert sehr schnell auf gesellschaftliche Ereignisse und integriert diese in die eigene Werbekampagne.

Das es auch ohne Millionen-Etat geht, zeigt aktuell der Bio-Shop Konsumgut auf seiner Facebook Fanpage.

Im Januar wurde in der Online-Ausgabe der taz über die Verurteilung eines Robin-Wood-Aktivisten berichtet, der wegen “Mundraub” zu einer Geldstrafe von 125,00 Euro angeklagt wurde. Dabei hat er (laut Bericht) lediglich Spekulatius aus der Mülltonne einer Konditorei genommen, was zu einer Verurteilung wegen Hausfriedensbruch ausreichte.

Konsumgut ist ein Onlineshop für hochwertige Biofeinkost. Natürlich kommt es auch hier vor, dass die Lebensmittel die Mindeshaltbarkeitsgrenze überschreitet und nicht mehr verkauft werden dürfen.

Was sind die Folgen?
In der Regel werden die Lebensmittel vernichtet, auch wenn diese noch genießbar sind.

Konsumgut hat sich den Artikel in der taz zum Anlass genommen und ein 14-tägiges Gewinnspiel auf Facebook gestartet.

Die abgelaufenen, aber noch sehr genießbaren Qualitätsprodukte, werden in Form von 10 Feinschmecker-Pakete verschenkt. Um das Gewinnspiel zu sehen, muss man zunächst Fan der Fanpage werden.

In letzter Zeit ein gängiges Verfahren, um die Anzahl der Fans zu erhöhen. Ein Gewinnspiel sollte immer eine Win-Win-Situation für beide Seiten bedeuten.

Fazit der Aktion
Konsumgut zeigt deutlich, dass Facebook Marketing nicht immer teuer oder komplex sein muss. Mit einfachen Bord-Mitteln und eine Portion Kreativität, kann man im Netzwerk Aufmerksamkeit erregen und seine Community steigern.

Ich bin sehr gespannt, wie sich die Anzahl der Fans innerhalb der 2 Wochen entwickelt.

Best Practice: Schweppes Profile Picture App – schnell auf Facebook Updates reagiert

Facebook hat im Januar 2011 die neuen Profile eingeführt. Die Profile erlauben tolle Spielereien mit den Profilfotos, wobei man schon viele Beispiele auf YouTube oder Facebook sehen konnte.

Der Getränkehersteller Schweppes hat den Trend genutzt und eine virale Marketing-Aktion auf Facebook eingeführt. Schweppes hat die “Profile Picture App” auf seiner Facebook Fanpage veröffentlicht und gleichzeitig ein Video im eigenen YouTube-Channel platziert. Im Video wird eine Schritt-für-Schritt Anleitung der App aufgezeigt, was ganz deutlich die Einfachheit der App aufzeigt.

Durch die “Profile Picture App” lässt sich das eigene Profil in wenigen Schritten optisch aufpeppen und auf Facebook hochladen. Nach der Veröffentlichung auf Facebook, wird im Profil des Nutzers eine Status-Meldung veröffentlicht, mit dem Hinweis auf die “Profile Picture App” von Schweppes.

Eine grandioses Beispiel, wie Schweppes ein aktuelles Thema schnell aufgegriffen hat und für das Branding der eigenen Marke genutzt hat.

Wie ist euere Meinung? Festigt diese Aktion die Marke Schweppes im Social Web?

Social Media Kampagne von Mercedes-Benz “Tramp a Benz”

Auf dem ersten Blick schien die Social Media Kampagne eine Umsetzung einer Aktion des ehemaligen Hugo Boss-Model Stefan Gbureck zu sein.

Getreu dem aktuellen Marken-Slogan von Mercedes-Benz, “The best or nothing”, trampte Stefan per Anhalter im Winter von Berlin bis nach Milano.

Einzige Ausnahme, die er dabei gemacht hat: Er stieg nur in Autos mit dem Stern ein. Kein Kompriss – nur ein Mercedes-Benz Fahrer durfte Stefan mitnehmen.

Als ich über Facebook von dieser Aktion erfuhr, war ich begeistert. Mit einfachen Mitteln und einer verrückten Idee Self-Marketing zu gestalten. Da ging ich noch davon aus, dass Stefan Gbureck auf sich aufmerksam machen möchte, um als Model wieder Fuß zu fassen.

Was allerdings bereits auf den ersten Blick seltsam erschien, war die Tatsache, dass die Fotos auf seiner Website und auf Facebook nicht immer authentisch wirken (immer von einer 2. Person fotografiert).

Ein Blick bei der DENIC (zentrale Registrierungsstelle für .de-Domains) hat den Verdacht bestätigt.

Die Domain “www.tramp-a-benz.de” der Website ist von der Werbeagentur Jung von Matt registriert worden. Die zufälligerweise auch die Markenbildung für Mercedes-Benz entwickelt und betreut (u.a. auch den Marken-Slogan “The best or nothing”).

Von einer renommierten und erfahrenen großen Agentur kann man mehr Professionalität erwarten: Wenn eine verdeckte Aktion innerhalb von wenigen Maus-Klicks entdeckt wird, wurde die konzeptionelle Planung nicht richtig durchgeführt.

Den erhofften viralen Effekt hatte die Kampagne definitiv: Vorwiegend aber negativ. In verschiedenen Autoforen und Marketing-Blogs, sowie u.a. auf der Website der Marketing-Zeitschrift “HORIZONT” (Beitrag: “JvM schickt gefakten Anhalter für Mercedes auf die Reise“) wurde die Guerilla-Aktion belächelt und negativ bewertet.

In User-Kommentaren wurde darüber hinaus noch Plagiat-Vorwürfe gestellt, dass die Aktion von anderen Kampagnen kopiert wurden. Ob es zutrifft oder nicht, spielt eigentlich keine Relevanz mehr. Die Kampagne hat das Ziel deutlich verfehlt, weil die Planung konzeptionelle Lücken aufweist.

Schade – die Idee fand ich vom Ansatz her sehr gut.

OTTO und Brigitte – Mut wird auch im Social Web belohnt

OTTO ist bereits im Bereich Employer Branding ein Paradebeispiel, für eine hohe Interaktion und einen echten Dialog mit User.

Im November startete OTTO ein Model-Contest auf Facebook. Primäres Ziel war natürlich die Erhöhung der Fan-Zahl und die Sammlung von Nutzerdaten.

User konnten über Facebook ein Bild von sich zur Teilnahme hochladen und die anderen Nutzer stimmten ab. Der Hauptpreis bestand aus einem professionellen Foto-Shooting in der OTTO Zentrale, sowie die Platzierung im Profilbild der Facebook-Fanseite für  zwei Wochen.

Das Ergebnis überraschte selbst OTTO:
48.490 Teilnehmer und ca. 1.200.000 Votes. Das ist zwar eine beachtliche Zahl, aber die wirkliche Überraschung war das Gewinnerbild.

Kein supergestyltes Teeniebild wurde zum Sieger gekürt, sondern der 22-jährige Sascha oder auch einfach nur „Brigitte“.

Sascha posierte auf seinem Bild in Frauenkleidern, mit einer blonden Perücke und einer roten Federboa. Das ungewöhnliche Bild fiel in der Community so stark auf, dass innerhalb von zwei Tagen er bereits auf dem 2. Rang gevotet wurde. Zusätzlich druckte Sascha noch Flyer und verteilte diese an seiner UNI.

Das Resultat: Fast 23.000 Votes von ca. 1.2 Millionen Stimmen gingen an Sascha bzw. Brigitte.

Andere Unternehmen wären sicherlich in Sorge geraten (Branding, Imagegründen, etc.) und hätten die Aktion gestoppt, aber OTTO hat es mit Humor genommen und am Ende – in Anbetracht der Aufmerksamkeit On- und Offline – sogar positive Bilanz gezogen.

OTTO-Pressesprecher Thomas Voigt:
“Was Sascha mit seinem Foto ausgelöst hat, war gigantisch. Täglich wuchs unsere Fangemeinde um rund 10.000 auf am Ende 160.000 Fans”.

OTTO hat auch das Versprechen eingelöst und Sascha wurde als Brigitte zum Fotoshooting in der OTTO-Zentrale in Hamburg eingeladen.

Medial hat OTTO sehr schnell und gut auf die Aktion reagiert und hat u.a. im eigenen Two-for-Fashion-Blog darüber ausführlich berichtet. Auf YouTube hat OTTO zusätzlich Making-Of-Videos bereit gestellt und somit auch die virale Verbreitung zu unterstützen.

Rechtlicher Hinweis: Das abgebildete Bildmaterial stammt von OTTO / Two-for-Fashion-Blog

Personalrecruiting mit Facebook Places – Best Practice Beispiel: Jung von Matt

Seit gestern hat Facebook seine Ortungsfunktion “Places” offiziell in Deutschland gestartet. Die Werbeagentur Jung von Matt aus Hamburg hat sich diesen Dienst als Recruiting-Tool zu Nutze gemacht. Generell ist die Agenturendichte in Hamburg sehr groß, was eine hohe Flukationsrate innerhalb der Agenturen zur Folge hat.

JvM hat die Orte der direkten Wettbewerber wie Neue Digitale / Razorfish, Interone, Fork Unstable Media oder auch die Werbeagentur Kolle Rebbe als Platz in Facebook Places angelegt.

Nach dem Check-In über Facebook Places an dem besagten Standort der Mitbewerber, wurde folgender Beschreibungstext eingestellt:
“Erster! Wärt ihr auch gern? Dann checkt doch ein bei www.jvm-neckar.de/jobs wir suchen neue Köpfe!”

Eine gelungene und durchaus kreative Idee, den Hype um Facebook Places für sich zu nutzen. Gerne mehr davon!

Weitere Infos im JvM-Blog “Bewegungsmelder“.

Social Media Kampagne von BMW

In der Regel versuchen die Automobilhersteller die neuen Prototypen ihrer Autos (Erlkönige) mit allen Mitteln geheimzuhalten. Sofern Journalisten die Erlkönige entdecken, wird das erstellte Bildmaterial an Fachmagazine weiter verkauft.

Erklärung von Wikipedia:
Erlkönig ist eine gängige Bezeichnung in den Massenmedien für den Prototyp eines Autos. Während die Hersteller versuchen, das genaue Aussehen dieser Wagen geheimzuhalten, wird ihnen von Fotojournalisten, sogenannten Erlkönig-Jägern, nachgestellt, die danach die gemachten Fotos an Fachmagazine oder die Boulevardpresse verkaufen.

Der bayerische Automobilhersteller BMW dreht den Spieß nun um. BMW zeigt seinen neuen Prototypen und fordert gezielt in Form von Aufklebern auf, nicht darüber zu schreiben. Gemeint ist natürlich das Gegenteil!

Unter der Domain www.dontblogaboutthis.com ist ein englischsprachiger Blog zu finden, der den Absender BMW nicht direkt erkennen lässt. Erst im Impressum wird das Geheimnis gelüftet.

Zu sehen sind verschiedene Fotos (u.a. auch im eigenen Flickr-Album) und diverse Video-Clips (u.a. auch auf YouTube zu finden) vom Erlkönig.

Berichten zufolge, soll es sich hierbei um eine Versuchsstudie für einen Hybrid-Sportwagen handeln. Dies ist in der Geschichte von BMW einmalig und weckt daher grundsätzlich ein starkes Interesse.

Was könnte man verbessern?
Die Idee, vom Gejagten zum Jäger zu werden, finde ich sehr gut. Allerdings wäre der Spannungsbogen und die Diskussionsgrundlage in der Fan-Gemeinde noch größer, wenn BMW nicht offiziell als Absender erkennbar wäre.

Social Media Kampagne auf Facebook der Austrian Airlines

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines aus Wien hat eine Social Media Kampagne gestartet, die überwiegend auf Facebook platziert ist. Das primäre Ziel ist die Markenbekanntheit von Austrian Airlines zu steigern und die Communitybildung im Social Network Facebook.

Ein Gewinnspiel, in Form einer eigenen Facebook-App lässt den Facebook-Fan in die Rolle eines Piloten der Airline schlüpfen. Im zweiten Schritt muss der Pilot den Ablughafen zum festgelegten Zielort Wien wählen und anschließend sein Freundesnetzwerk auffordern, im Flugzeug Platz zu nehmen.

Das Ziel ist es, alle vorhandenen 99 Plätze mit Freunden zu füllen, die gleichzeitig auch Fan auf der Fanpage werden. Bis zum 05.09.2010 um 24.00 hat man Zeit, seinen Jet vollständig zu füllen: Je voller der Jet, umso höher die Gewinnchance! Eine eigene URL kann für die Verbreitung per E-Mail verwendet werden, allerdings fehlt hier eine Empfehlungsfunktion auf der App-Seite.

Welchen Mehrwert hat das Gewinnspiel für den Fan?
Der Gewinner (Pilot) fliegt mit seinen 99 Freunden für 1 Tag nach Wien. Die Einladung der Fans findet über das Anfragen-Tool auf Facebook an die Freunde statt.

Welche Chance hat Austrian Airlines in seiner Social Media Kampagne verpasst?
Die Flugziele der Airline wird auf der Facebook App nicht kommuniziert und die “Fluggäste” haben keine weiteren Interaktionsmöglichkeiten. Empfehlenswert wäre beispielsweise die Nennung der Lieblingsländer oder die besuchten Länder der Fluggäste, mit der Darstellung einer Karte.

Darüber hinaus wäre eine Platzwahl der Fluggäste in Kombination mit der Einladung neuer Freunde aus dem Freundes-Netzwerk des Fluggastes eine Erhöhung der Reichweite gewesen.

Was ist eure Meinung zur Social Media Kampagne?

Bewerbung 2.0 – Bewerbung in Videoform auf YouTube

Eine “einfache” Bewerbungsmappe reicht zumindestens in der Kreativ-Branche als Bewerbung nicht mehr aus. Die Bewerber lassen sich einiges einfallen, um aufzufallen. Social Media Marketing in eigener Sache kann für die Bewerbung ein entscheidener Faktor sein, um die Zielgruppe zu erreichen.

Der Amerikaner Dave Berzack erzielt aktuell die Aufmerksamkeit durch ein (sehr geniales) Hip-Hop Video auf YouTube. Seine Bewerbung in Musik-Clip Form hat bereits über 45.000 Aufrufe.

Dave geizt auch nicht mit seinen Vorzügen. Direkt in der Video-Beschreibung legt er die Meßlatte sehr hoch: “The hottest new hip-hop single from the biggest name in web development… M.C. Dave Berzack!!!”

Mein Fazit:
Ich würde Dave aufgrund der kreativen Idee und sehr guten Umsetzung als Personalentscheider direkt zum Gespräch einladen.

Wer sich so gut in Szene setzen kann, der schafft es auch für Produkte! Wie ist eure Meinung? Würdet ihr Dave einladen?

Facebook Analog – Social Media Kampagne von DIESEL

Das “Analog-Leben” verschmilzt sich täglich mit dem digitalen Leben: Man verabredet sich auf Facebook, checkt seine Mails über sein Smartphone und beobachtet nebenher noch die Aktivitäten seiner Freunde.

Viele Menschen “sehnen” sich wieder nach einem Tagesablauf ohne iPhone, Facebook & Co. Sie brauchen eine Auszeit von Twitter, Facebook und anderen Medien.

DIESEL hat die Sehnsucht der Menschen als Mittelpunkt einer Kampagne verwendet. Unter dem Motto “Stupid is analog” lud DIESEL zum Facepark am 20. Juni in Berlin. Die Elemente aus der digitalen Welt (u.a. Like Button, Mafia Wars von Facebook, Twitter) wurden in die analoge Welt übertragen.

Unter www.facepark.org findet Ihr weitere Informationen zur Kampagne. Die Microsite hat die Düsseldorfer Agentur DDB in Zusammenarbeit mit Parasol Island umgesetzt.

Bewerbung 2.0 – Google AdWords statt Jobbörse

Das Social Web bietet gerade für den kreativen Beschäftigungszweig enormes Potential, sich “mal anders” zu bewerben und dadurch mit Kreativität aufzufallen. Ob es eine eigene Banner-Kampagne auf Kreativ-Plattformen ist oder ein digitaler Aufruf, wie z.B. bei der RedBull-Bewerbung.

Alec Brownstein wollte sich bei den TOP-Agenturen in Amerika als Creative Director bewerben. Seine Bewerbung hat nicht nur zum gewünschten Job verholfen, sondern wurde auch mit mehreren Kreativ-Awards ausgezeichnet.

Viele Menschen suchen sich über Google selbst. Diese Tatsache hat Alec für seine Bewerbung sehr clever genutzt. Er schaltete auf Google AdWords bezahlte Anzeigen und wählte die Namen seiner Ansprechpartner (Creative Director der Agenturen in New York) als Keyword.

Auf Platz 1 in den Suchergebnissen erschien die Google Adwords Anzeige mit dem Text: “Gooogling yourself is a lot of fun. Hiring me is fun, too.” und den Verweis auf seine Website.

Von 5 Google AdWords-Kampagnen, wurde er 4 mal zum Vorstellungsgespräch eingeladen, hat 2 Jobangebe erhalten und schließlich einen Job bei der renommieren Agentur Y&R in New York angenommen.

Die Gesamtkosten für die Bewerbung betrug 6$.