Der bekannte Blogger und Social Media Berater Alex Kahl hat zusammen mit Angie Issak ein neues Projekt gestartet: Den Social Media Road Trip Ori10k (Oneway round in 10.000 KM).
Klingt zunächst wilder, als es in Wirklichkeit ist – denn noch sehr interessant: Ab August 2010 sind die Beiden mit einem Honda CR-Z auf den Weg von Hamburg nach Hamburg, immer an Europas Küste entlang durch Frankreich, Spanien, Italien usw. – genau 50 Tage lang.
In diesem Projekt lassen sie sich aber nicht von Deadlines hetzen, sondern haben sich als Tagesziel ca. 200 Kilometer gesetzt. Bis hier hin noch nichts ungewöhnliches bzw. noch nicht wirklich “Social Media like”.
Auf ihrem Trip werden Alex und Angie zu Geschichtenerzählern, indem sie die Geschichten von den Menschen, die sie unterwegs treffen, im Ori10k-Blog, auf Facebook und natürlich per Twitter mitteilen.
Ganz im Sinne von Social Media, benötigen die Beiden “User Generated Content” für ihren Road-Trip und haben im Ori10k-Blog folgenden Aufruf gestartet:
Stellt uns auf Facebook Menschen vor, die in der Nähe unserer Route leben und spannende Geschichten erzählen können, Die uns gerne kennen lernen und den CR-Z einmal fahren möchten. Und die uns vielleicht sogar einen Schlafplatz für eine Nacht bieten möchten.
Schlagt Ziele entlang der Ori10k Route vor, die in keinem Reiseführer stehen: Spannende Umweltprojekte, interessante Sportevents, schöne Landschaften oder einfach spaßige Strecken, die es sich lohnt zu fahren
Mein Fazit: Ich finde die Idee gelungen – Besonders Alex hat sein eigenes Business, Eigen-PR und Freizeit (Reisen) miteinander optimal verbunden. Wünsche den Beiden viel Erfolg und Spaß.
Eine “einfache” Bewerbungsmappe reicht zumindestens in der Kreativ-Branche als Bewerbung nicht mehr aus. Die Bewerber lassen sich einiges einfallen, um aufzufallen. Social Media Marketing in eigener Sache kann für die Bewerbung ein entscheidener Faktor sein, um die Zielgruppe zu erreichen.
Der Amerikaner Dave Berzack erzielt aktuell die Aufmerksamkeit durch ein (sehr geniales) Hip-Hop Video auf YouTube. Seine Bewerbung in Musik-Clip Form hat bereits über 45.000 Aufrufe.
Dave geizt auch nicht mit seinen Vorzügen. Direkt in der Video-Beschreibung legt er die Meßlatte sehr hoch: “The hottest new hip-hop single from the biggest name in web development… M.C. Dave Berzack!!!”
Mein Fazit:
Ich würde Dave aufgrund der kreativen Idee und sehr guten Umsetzung als Personalentscheider direkt zum Gespräch einladen.
Wer sich so gut in Szene setzen kann, der schafft es auch für Produkte! Wie ist eure Meinung? Würdet ihr Dave einladen?
Auf vielen Blogs und Portalen wird Flattr in der letzten Zeit vermehrt eingesetzt. Vielen stellt sich die Frage, was Flattr überhaupt ist.
Flattr ist ein “social micropayment system”. Mit anderen Worten eine Bezahlform für User, die Autoren bzw. Portalbetreiber in finanzieller Form belohnen möchten. Die meisten Blogger schreiben und recherchieren Beiträge ohne finanziellem Hintergrund und setzen beispielweise Bannerwerbung ein, um die laufenden Serverkosten zu bezahlen.
Wie funktioniert eigentlich Flattr?
Man erstellt bei Flattr.com ein eigenes Konto und zahlt einen freiwillig bestimmten Betrag ein. Die Mindestgrenze liegt jedoch bei 2,00 Euro pro Monat. Wenn ein Blog den Flattr-Button integriert hat, kann man mit einem Klick diese Plattform für das Flattr-Belohnungssystem aktivieren.
Am Monatsende wird dein monatliches Budget durch die angeklickten Plattformen geteilt (z.B. 10 Blogs im Monat durch Flattr aktiviert, werden die 2,00 Euro durch 10 gesplittet und jeder erhält 0,20 Euro) und dem Autor gutgeschrieben.
Ich finde die Idee von Flattr sehr gut und die Folge könnte eine Steigerung der Qualität der einzelnen Beiträge haben. Vielleicht ersetzt es auch die Bannerwerbung in manchen Blogs – es wäre wünschenswert.
Übermorgen, am 24. Juli 2010, startet über YouTube ein einmaliges Film-Experiment: “Life in a Day” ist ein user generated Content Film, der nur unter Mitwirkung von YouTube-Nutzern entsteht.
Am 24. Juli hat jeder 24 Std. Zeit, einen Ausschnitt aus seinem Leben in einem Video festzuhalten und im YouTube-Channel von Life in a Day hochzuladen. Die spannendsten Videos werden zu einem Dokumentarfilm, von den Produzenten Ridley Scott zusammen geschnitten.
Der Film wird im Januar 2011 im Rahmen des Sundance Film Festival aufgeführt und ist anschließend (natürlich) auf YouTube zu sehen.
Fanship2010 ist ein international ausgelegtes Social-Media-Projekt des Berliner Kreativnetzwerks infarbe zur diesjährigen Fußball Weltmeisterschaft.
Fußball Fans aus aller Welt sind aufgerufen, sich in einer virtuellen “Fan-Kette” einzureihen! Das Ziel ist es, die Fans aller Nationen zusammenzubringen und auch auf digitale Weise die WM zu feiern.
Fanship2010 bietet den Usern die Möglichkeit, ein eigenen Fan-Avatar zu erstellen, ein Bild davon mit Länderkennung herunterzuladen (Verwendung: z.B. als Profilbild in Social-Networks) und sich in die digitale Fan-Aufstellung einzureihen.
Ganz Social-Media Like, wird neben der klassischen Registrierung via E-Mail auch die Anmeldung durch Facebook Connect angeboten.
Registrierte und befreundete Facebook User bilden auf Fanship2010 automatisch eine Freundesaufstellung, welche auch nur ihnen zur Ansicht verfügbar ist. Durch diese Verknüpfung entsteht die Möglichkeit für den User, Mannschaftsbilder mit jeweils bis zu zehn seiner Freunde zu erstellen. Diese Bilder können die User direkt als Wallpaper herunterladen und zusätzlich mit dem Schreibcenter der Deutschen Post als Postkarte weltweit versenden.
Im Online-Recruiting gehört die Nutzung von Social Media zum Alltag, allerdings für beide Seiten. Die HR-Verantwortlichen suchen verstärkt in Social Networks auf Hintergrundinfos zu den Bewerbungen.
Employer Branding ist in der letzten Zeit für größere Firmen zur Pflicht, statt zur Kür geworden. Für die Leser, die mit dem Begriff “Employer Branding” noch nichts anfangen können, zitiere ich gerne den aktuellen Wikipedia-Eintrag:
Employer Branding (dt. Arbeitgebermarkenbildung) ist eine unternehmensstrategische Maßnahme, bei der Konzepte aus dem Marketing insbesondere der Markenbildung angewandt werden, um ein Unternehmen insgesamt als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abzuheben (zu positionieren).
Lufthansa oder auch die Deutsche Bahn suchen und informieren gleichermassen die Bewerber auf Twitter, Facebook & Co. Um einen Überblick über die Aktivitäten der Unternehmen zu erhalten, wurde die Beta-Version der Employer Branding Plattform “embrander” geschaffen.
Nach eigenen Aussagen soll embrander eine Plattform sein, auf der Interessierte aus Social Media-Quellen aggregierte Informationen zu Arbeitgebern finden.
Die Funktionen und Quellen sind aktuell noch überschaubar… allerdings befindet sich die Plattform aktuell noch in der BETA Phase. Ich bin sehr gespannt, wie sich embrander in den nächsten Monaten entwickelt. Potential ist vorhanden!
Der bekennende Twitter-Junkie Sven Wiesner, hat unter www.twitter-training.de ein Einsteiger-Portal für Twitter-Neulinge geschaffen.
Twitter-Training.de ist ein kostenfreies und privates Projekt vom Sven, dass sich aktuell noch im Aufbau befindet. Es ist aber jetzt schon eine gute Ratgeber-Seite, die u.a. allgemeine Themen, wie z.B. “Profil anlegen” verständlich erklärt.
Darüber hinaus wird das kleine 1×1 der Twitter-Sprache aufgelistet: Was ist ein Follow Friday? Ein Kunde hat mich letztens angeguckt wie ein hupendes Auto, als ich vom Follow Friday sprach…
Der Social Media Newsroom erhält immer mehr Akzeptanz in Unternehmen. Coca-Cola Deutschland hat Anfang Februar den eigenen Social Media Newsroom gelaunched, der den bisherigen Pressebereich von Coca-Cola ablösen soll.
Der Social Media Newsroom ist klar und übersichtlich aufgebaut und vereint alle Aktivitäten auf Marken- und Unternehmensebene im Social Media Umfeld auf eine Plattform.
Besonders lobenswert finde ich den Ansatz, verschiedene markenspezifische Newsrooms in einem Newsroom zu vereinen. Dies gelingt über die Auswahl, oben links, “Newsroom auswählen”. Eine übersichtliche Auflistung aller Aktivitäten in Social Networks erleichtert ebenso den Überblick.
Als Kritikpunkte würde ich neben dem Seitentitel “CCD”, die Informationen zum Pressekontakt nennen. Hier würde sich ein Bild und eine Verlinkung beispielsweise zum XING-Profil einen schnellen Einstieg zur Kontaktaufnahme anbieten.
Die Umsetzung erfolgte durch die Berliner Agentur argonauten G2.
Die Soldaten der “Friedenstruppe” ISAF stehen ständig im Kreuzfeuer der Medien. Daher wurde jetzt eine einmalige Medienoffensive gestartet, um den Einsatz in Afghanistan (unabhängig?) zu dokumentieren: “30 days through Afghanistan“.
Die ISAF-Soldaten Nathan Gallahan und Ken Raimondi reisen 30 Tage durch Afghanistan.
Im Blog wird täglich über die Begegnung zwischen Afghanen und den beiden Amerikanern berichtet. Im Video-Blog wird darüber hinaus die Eindrücke noch per Video festgehalten, was ein sehr authentisches Bild wiederspiegelt.
Die Beiträge werden gut angenommen und kommentiert. Leider werden die Social Networks, wie Twitter und Facebook oder Flickr für die Fotos, nicht in Anspruch genommen.
Die Frage bleibt hier offen, ob hier der direkte Dialog gescheut wird oder ob es andere Gründe gibt.
Der Name ist verwirrend: Denn Twick.it ist kein weiterer Dienst für Twitter – sondern eine Erklärmaschine. Der Begriff Enzyklopädie ist zu schwerfällig, da jeder Eintrag (ähnlich wie bei Twitter) nur 140 Zeichen haben darf.
Der Dienst ist einfach zu erklären: Wie beim “großen Bruder” Wikipedia kann jeder Nutzer ein bestimmten Begriff selbständig eintragen und erklären. Allerdings muss er sich bei Twick.it auf das Wesentliche beschränken.
Um selbst ein Thema zu erklären oder zu bewerten, musst man angemeldet sein. Die Struktur ist anders als bei Wikipedia: Anstatt einer Hyperlink-Struktur kann der User sein gewünschten Begriff in einer Toolbox eingeben und man gelangt komfortabel ohne Umwege zur Erklärung.
Binnen kürzester Zeit wurden über 6.500 Begriffe von der Community gesammelt. Das können die Macher von Twick.it als großen Erfolg werten.
Mein Fazit:
Gutes durchdachtes Konzept. Es wird Wikipedia nicht ersetzen, aber eine gute Anlaufstelle für kurze Informationen. Top!