Archive for the ‘Web 2.0 Projekte’ Category

Best Practice: Crowdsourcing bei o2

Große Unternehmen nutzen Social Media in ihrer Kommunikation, um näher am Kunden zu sein. In den letzten Jahren hat sich Crowdsourcing als Instrument für die Mitarbeit der Kunden und der Nähe zur Marke etabliert.

Nicht nur US-Konzerne wie DELL oder IBM setzen auf das Know-How ihrer Kunden für die Produktentwicklung, auch deutsche Unternehmen wie Tchibo oder o2 setzen auf Crowdsourcing.

Crowdsourcing bzw. Schwarmauslagerung bezeichnet im Gegensatz zum Outsourcing nicht die Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen, sondern die Auslagerung auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet. Eine Schar von Experten und Dienstleistern generiert Inhalte, löst diverse Aufgaben und Probleme oder ist an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt.
Quelle: Wikipedia

Der Kunde steht hierbei im Mittelpunkt:

Er ist Erfinder, Produktmanager und Jury in einer Person. Durch seine Meinung und Untersützung kann er den Erfolg der Marke mitbestimmen.

Der Telekommunikationsanbieter o2 geht ein Schritt weiter:

Den ersten Schritt ging o2 mit der eigenen Crowdsourcing-Plattform “IdeaExchange”. Auf dieser Plattform können Kunden ihre Ideen einstellen, dafür werben und andere Ideen bewerten.

Im Bereich “Ideen in Aktion” kann der Kunde die aktuellen Ideen, die o2 momentan auf eine mögliche Umsetzung prüft, transparent nachlesen.

Natürlich werden die Produkte nicht “nur” über Crowdsourcing entwickelt. Strategen, Produktmanager und andere Spezialisten entwickeln gemeinsam neue Tarife und Ideen für die Kundenbindung.

Ein Produkt wird oftmals monatelang am runden Tisch entwickelt, entschieden und umgesetzt. Was aber, wenn das Produkt nicht angenommen wird?

Die Lösung: Kunden stimmen über Ideen aus der Produktentwicklung ab!

Im o2-eigenen Ideenlabor (aktuell im BETA-Status) werden die Ideen aus der Produktentwicklung eingestellt und vom Kunden transparent bewertet.

Die Bewertung der Idee ist zeitlich befristet und wird nach Ablauf der Frist mit einer Prämie unterstützt.

Interessant ist zu sehen, dass die Anzahl der Bewertungen nicht von der jeweiligen Prämie abhängig sind, sondern vielmehr vom Inhalt der Frage.

Was haltet ihr vom o2-Beispiel? Ist dies die Zukunft im Crowdsourcing? Kennt ihr weitere Beispiele?

Self Marketing: Wie ein Architekt dank Social Media zum Einrichtungsstar von Hartz IV Bedürftigen wurde…

Der Berliner Architekt Le Van Bo hat Selbstbaumöbel entwickelt, die für die typische 21 Quadratmeter, 1-Raum Wohnung nach WBS-70 geeignet waren. Sein Ziel war eine maximale Lebensqualität und moderne Einrichtungen auf minimalem Wohnraum zu schaffen.

Le Van Bo wollte seine modulartige Wohnform auf dem internationalen Designfestival DMY vom 1. bis 5. Juni in Berlin präsentieren.

Für das Material, was er für den Messestand und den Bau der Möbel benötigte, wurden ca. 3.000 Euro benötigt. Le Van Bo hat das Projekt mittels Crowdfunding durch viele einzelne Personen finanzieren lassen.

In der Tat wurden 5.252,10 Euro gespendet und das Projekt konnte mit 175% finanziert werden. Ein internationales Medienecho gab es für den jungen Architekten gratis dazu.

In mehreren selbst gedrehten Videos hat der Architekt sein Projekt erklärt und auch das Endergebnis bekannt gegeben. Auf der Crowdfunding-Plattform Startnext.de hat er in regelmäßigen Blogbeiträgen die Crowd (Masse) vom Zwischenstand unterrichtet und den Projekt-Unterstützern mit verschiedenen Dingen (Poster, Baukurse, Tickets, etc.) zum spenden animiert.

Am Ende haben weltweit über 1.700 Menschen die kostenlosen Baupläne angefordert.

Kunden in Social Media Aktionen einbeziehen: Best Pratice Beispiel der Airline KLM

Customer Relationship Management… was für ein Wort! Leider wird die Kundenbeziehung von Unternehmen zum Kunden erst wieder ins Leben gerufen, wenn eine Reklamation oder eine Kündigung vorliegt.

Wie begeistert man dem “verwöhnten” Kunden? Die Zauberformel ist mit einem Wort schnell erklärt: Service!

Die Airline KLM hat es Anfang des Jahres mit einer beispielslosen Social Media / CRM-Kampagne vorgemacht:
KLM analysierte die Tweets und Facebook Einträge seiner Fluggäste, die gerade aktuell einen Zwischenstop einlegen und überraschte anschließend die Kunden noch am Flughafen mit einem kleinen individuellen Geschenk.

Natürlich ist die Aktion nur mit einem großen Zeit- und Personalaufwand realisierbar und nicht dauerhaft umsetzbar. Denn noch zeigt die Aktion von KLM ganz deutlich, dass die Idee bzw. der Kunde im Vordergrund jeder Aktion stehen muss.

Reichweite in Social Networks generieren

Im E-Mail Marketing ist der Download von Whitepaper nach Abgabe der Mailadresse für die Adressgewinnung ein gängiges Instrument geworden.

In Social Networks hat sich diese Methode noch nicht durchgesetzt. Die Aktivitäten in Social Networks eignen sich natürlich nicht um E-Mail Adressen zu sammeln, dafür aber um Reichweite und den Bekanntheitsgrad zu steigern.

Wie ist dies möglich? Gibt es Tools für diesen Einsatz?
Die Applikation “Pay with a Tweet” bietet den Download beispielsweiser einer PDF-Datei an, nachdem man ein Tweet oder Facebook-Eintrag mit der Verlinkung zum Download veröffentlicht hat.

Durch diese Maßnahmen generiert man eine hohe Reichweite und das Produkt wird in Social Networks konsumiert. Reichweite steigern gemäß dem eigenen Slogan des Anbieters: “Sell your product for a Tweet“.

Pay with a Tweet – An overview from Leif on Vimeo.

Hochschulmarketing 2.0 – Social Media Manager gesucht

Die Karlshochschule, eine internationale Universität aus Karlsruhe, ist im Hochschulmarketing sehr fortschrittlich und weiß  Social Media richtig einzusetzen. Bereits 2008 wurde die Position “Head of Communication & Content” geschaffen und damals durch Patrick Breitenbach besetzt.

Patrick hat in den letzten 2 Jahren den Aufbau der Marketing- und Kommunikationsabteilung innerhalb der Karlshochschule begleitet. Jetzt möchte Patrick als selbständiger Berater seinen eigenen Weg gehen und sucht über den eigenen Blog der Karlshochschule einen Nachfolger. Per Videobotschaft berichtet er über seine Arbeit, beschreibt die zukünftigen Aufgaben und die Anforderungen.

Social Media Manager – Vernetzer/in gesucht! from Karlshochschule International Un on Vimeo.

Die Resonanz bzw. die Verbreitung des Jobangebots bleibt für “klassische Stellenangebote” oftmals unerreicht:
70 mal wurde der Blogbeitrag auf Twitter gepostet und über 130 mal auf Facebook veröffentlicht. Darüber hinaus wurde der Beitrag in diversen Blogs verlinkt, was eine zusätzliche Viralität bedeutet.

Ein sehr gutes Beispiel, das ein authentisches Video im Social Web, mehr Aufmerksamkeit als beispielsweise ein Werbevideo produziert. Nebenher ist die Videoansprache noch zeitgleich eine Empfehlung für Patrick’s Selbständigkeit. Ich bin mir sehr sicher, dass diese Position schnell besetzt wird.

Ein Print-Magazin im Social Web!

Wie kann ein unbekanntes Print-Magazin Aufmerksamkeit erzeugen, ohne eine groß angelegte Werbekampagne? Diese Frage stellten sich auch die Macher vom “deinblick magazine” aus München.

Die Antwort:
Social Media oder besser ausgedrückt = User Generated Content!

Der Slogan “This Magazine is your Stage” verrät ganz deutlich das Konzept der Macher. Jede Ausgabe gestalten die User über die deinblick-Website selbst.

Pro Ausgabe wird ein Schwerpunkt gewählt und die User können durch eigene Beiträge in Form von Artikel und Bilder an der Entstehung des Magazins beizusteuern.

Aufmerksam auf das Magazin wurde ich über Facebook, durch die Aktion “You are the Cover“.

Auf der Facebook-Fanpage von deinblick magazine kann der User auf der Pinnwand eine Nachricht hinterlassen, warum ausgerechnet sein Facebook-Profilbild im Cover der neuen Ausgabe platziert werden muss.

Die User mit den meisten Kommentaren werden hinterher im Cover abgebildet.

Wenn Ihr mich unterstützen wollt, kommentiert einfach meinen Post. Danke im Voraus für die Unterstützung!

Wie ist eure Meinung? Kann sich ein Magazin mit User-Generated-Content am Markt behaupten?

Social Media Poster – deine Facebook Freunde als Motiv

Das Freunde-Netzwerk Facebook legt weltweit und seit dem letzten Jahr auch in Deutschland, ein rasantes Wachstum hin. Milliarden Postings pro Tag (!) sprechen hierfür eine deutliche Sprache.

Der amerikanische Designer Benjamin Lotan bietet mit Social Printshop einen bisher einmaligen Druckdienst an: Ein Poster, wo alle Facebook-Freunde aufgedruckt ist. Das Poster kann in einer Einheitsgröße zum Preis von $25 bestellt werden.

Die Software von Social Printshop optimiert die Thumbnail-Vorschau automatisch an der Anzahl der Freunde. Dabei spielt es laut Hersteller keine Rolle, ob der Kunde 200 oder 5.000 Facebook-Freunde hat.

Der Dienst wird auch zukünftig für die Social Media Dienste Flickr, Twitter und foursquare verfügbar sein.

Studienprojekt: Community-Generated-Movie

Sebastian von der FH Aachen hat mich angeschrieben, um mich und die Blog-Leser auf ein interessantes Projekt aufmerksam zu machen. Das Projekt finde ich von der Idee ungewöhnlich und die professionelle Umsetzung der Idee hat mich positiv überrascht.

Sebastian und sein Kommilitone Fabian studieren Visuelle Kommunikation und haben im Studiengang ein ungewöhnliches Filmprojekt mit der Dawanda-Community gestartet.

Auszug aus der E-Mail von Sebastian:
Bei DaWanda können Kreative ihre mit Liebe hergestellten Unikate verkaufen, das hat uns auf die Idee gebracht, einen „Liebes-Film“ zu produzieren, der genauso bunt, vielfältig und einzigartig ist, wie die Community selber.

Entstanden ist ein Film, bei dem jedes einzelne Frame von einem Künstler gestaltet wurde. Es wurden 1620 Bilder genäht, gebastelt, gemalt, gebacken und sogar Streetart und Bodypaintings waren dabei. Auch die Musik wurde mit der Community gefunden, so dass ein komplett community-generierter Film entstand, bei dem jedes Einzelbild gleichzeitig auch als Werbebanner für den jeweiligen User funktioniert.

Das ist die Projektseite, u.a. mit Making-Of: http://de.dawanda.com/creating_love

Lange Rede kurzer Sinn – Der fertige User-Generated-Movie:

Sinn oder Unsinn? Die Nutzung von Facebook und Co.

Die beiden Schweizer Designstudenten Stephanie Cuérel und Josh Schaub zeigen in dem Kurzfilm “logged in” wie – objektiv betrachtet – unwichtig Facebook und generell die “Produktion” von Inhalten im Social Web ist.

Das sehr ansprechende Video erzeugt zunächst ein breites Grinsen und im zweiten Schritt ein Nachdenken über Sinn oder Unsinn. Diese Frage muss allerdings jeder für sich selbst beantworten.

Interessantes Zitat im Zusammenhang mit Facebook:
“Ich finde es halt immer wieder erstaunlich festzustellen, das so viele Leute Kommunizieren über Facebook ohne wirklich etwas zu sagen. Das kenne ich eigentlich nur aus der Politik.”

logged in from josh schaub on Vimeo.

Was ist eure Meinung zum “Social Media Video” bzw. über die Aussage im Clip?

Social Media Roadtrip Ori10k

Der bekannte Blogger und Social Media Berater Alex Kahl hat zusammen mit Angie Issak ein neues Projekt gestartet: Den Social Media Road Trip Ori10k (Oneway round in 10.000 KM).

Klingt zunächst wilder, als es in Wirklichkeit ist – denn noch sehr interessant: Ab August 2010 sind die Beiden mit einem Honda CR-Z auf den Weg von Hamburg nach Hamburg, immer an Europas Küste entlang durch Frankreich, Spanien, Italien usw. – genau 50 Tage lang.

In diesem Projekt lassen sie sich aber nicht von Deadlines hetzen, sondern haben sich als Tagesziel ca. 200 Kilometer gesetzt. Bis hier hin noch nichts ungewöhnliches bzw. noch nicht wirklich “Social Media like”.

Auf ihrem Trip werden Alex und Angie zu Geschichtenerzählern, indem sie die Geschichten von den Menschen, die sie unterwegs treffen, im Ori10k-Blog, auf Facebook und natürlich per Twitter mitteilen.

Ganz im Sinne von Social Media, benötigen die Beiden “User Generated Content” für ihren Road-Trip und haben im Ori10k-Blog folgenden Aufruf gestartet:

  • Stellt uns auf Facebook Menschen vor, die in der Nähe unserer Route leben und spannende Geschichten erzählen können, Die uns gerne kennen lernen und den CR-Z einmal fahren möchten. Und die uns vielleicht sogar einen Schlafplatz für eine Nacht bieten möchten.
  • Schlagt Ziele entlang der Ori10k Route vor, die in keinem Reiseführer stehen: Spannende Umweltprojekte, interessante Sportevents, schöne Landschaften oder einfach spaßige Strecken, die es sich lohnt zu fahren

Mein Fazit: Ich finde die Idee gelungen – Besonders Alex hat sein eigenes Business, Eigen-PR und Freizeit (Reisen) miteinander optimal verbunden. Wünsche den Beiden viel Erfolg und Spaß.