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Greenpeace gegen Nestlé: Twitter-Wall vor der Zentrale

Von der Kommunikationsabteilung von Greepeace können sich einige Marketing-Strategen eine Menge abschauen.

Über die Social Media Kampagne gegen Nestlé wurde bereits hier im Blog berichtet. Greenpeace hat die Social Media Kampagne mit einer typischen Guerellia Aktion verstärkt, natürlich mit weiteren Social Media Ansätze in Form einer interaktiven Twitter-Wall.

Greenpeace hat einen Truck inkl. Leinwand für 12 Std. gemietet und vor der Nestlé Zentrale in Frankfurt abgestellt. Unterstützend wurde im Blog, in Social Networks und per Twitter auf diese Aktion aufmerksam gemacht.

Auf dieser Leinwand wurde eine Twitter-Wall abgebildet, wo alle Tweets mit dem Hashtag #nestle angezeigt wurde. In nur 12 Stunden wurden insgesamt 2.226 Tweets veröffentlicht. Die Twitter-Wall ist auch der Truck-Aktion noch auf der Greenpeace-Plattform “Greenaction” verfügbar.

Greenpeace hat es mal wieder verstanden, die Proteste der Öffentlichkeit auch multimedial perfekt in Szene zu setzen. Weiter so!

Social Media Kampagne von Greenpeace gegen Nestlé

Greenpeace gilt im Social Media Umfeld als aktives Vorzeigeunternehmen und betreibt seit Jahren erfolgreich diverse Kampagnen-Blogs. Die im Sommer 09 in Deutschland gestartete “Mit mach Plattform” GreenAction zeigt deutlich die Strategie von Greenpeace: Nutzer einbeziehen und als Multiplikator nutzen.

Nestlé (größter Lebensmittelkonzern, u.a. Marken wie KitKat, Danone, etc.) bezieht große Mengen Palmöl von der Firma Sinar Mas, die für ihre Plantagen großflächig Regenwälder vernichtet. Damit trägt Nestlé eine erhebliche Mitschuld an der Ausrottung der Orang-Utans.

Greenpeace wollte auf diese Vorwürfe in Form einer viralen Kampagne, an Anlehnung an die KitKat Werbung,  “Need a Break? So does the rainforest!” aufmerksam machen und stellte ein Clip auf YouTube UK ein. Die Reaktion von Nestlé war falsch gewählt gewählt: Sie kontaktierten YouTube bzgl. Copyright Verletzungen und veranlassten die Löschung. Natürlich war es im Zeitalter der schnelle Informationsverteilung via Facebook, Twitter und Blogs mit diesem Schritt nicht getan und das Video wurde aufgrund diverser Blogbeiträge über die Löschung danach noch schneller verbreitet. Mehrere Käufer-Boykotts waren die Folge und natürlich auch eine weltweite negative Berichterstattung.
Fairerweise muss man zugeben, dass es für ein Unternehmen sehr schwer ist, “richtig” auf ein Greenpeace Angriff zu reagieren.

Die Facebook Fanpage von KitKat und von Nestlé wurden von Greenpace bzw. Sympathisanten “angegriffen”. Mit Kommentare auf der jeweiligen Pinnwand wurde auf die Aktion und auf die Reaktion von Nestlé aufmerksam gemacht. Hinter dem Kommentar, ist ein Profilbild mit der Aufschrift “Nestlé Killer” im Look & Feel der Marke KitKat sichtbar.
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Greenpeace startet neue Mitmach-Plattform

greenaction-blogAm 01.08.2009 ging die neue Plattform “GreenAction” von Greenpeace Deutschland online. Bereits nach kurzer Zeit sind über 1.100 Aktivisten auf GreenAction registriert.

Auf GreenAction kann sich Jeder für den Umwelteinschutz einsetzen, indem er entweder eigene (Umwelt-)Kampagnen der Community vorstellt und dafür geeignete Mitstreiter sucht oder fremde Kampagenen als Aktivist unterstützt. So wird aus einer Stimme ein lauter Chor, der sich für ein Projekt einsetzt.

Die verschiedenen Kampagnen werden direkt auf der Startseite auf eine Deutschlandkarte abgebildet, so dass jeder seine Kampagne vor Ort finden und unterstützen kann. Innerhalb einer Kampagne hat man eine eigene Bildergallerie und ein Gästebuch für die Präsentation zur Verfügung.

Um den Web 2.0 Gedanke auch außerhalb der Plattform fortzuführen, besteht die Möglichkeit seine Kampagne auf Facebook zu veröffentlichen oder per RSS-Feed zu abonnieren.

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10 Fragen an Volker Gaßner von Greenpeace

volker-gassnerWie bereits am Freitag angekündigt, beginnt heute die neue Interview-Serie im Blog. In einem 14-Tage Rhytmus werden Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen interviewt.
Den Anfang macht Volker Gaßner von Greenpeace Deutschland, der uns ein Blick hinter den Kulissen gewährt.

In unserem Interview gibt er Antworten wie Greepeace Deutschland von den Web 2.0 Tools profitiert und welchen Stellenwert die neuen Kanäle in der Unternehmenskommunikation und -planung haben.

An dieser Stelle möchte ich mich beim Herrn Gaßner für das nette Interview und seine Zeit für die Beantwortung der Fragen bedanken.

01. Hallo Herr Gaßner, stellen Sie sich bitte den Lesern kurz vor und beschreiben Sie Ihre Tätigkeit bei Greenpeace Deutschland.
In der Greenpeace-Zentrale in Hamburg arbeite ich seit dem Jahr 2000. Kennengelernt habe ich die Organisation davor in zehn Jahren ehrenamtlicher Arbeit in den Greenpeace-Gruppen Frankfurt und Marburg.

In meiner Zeit als Kampaigner habe ich Strategien für die Einbindung unserer Ehrenamtlichen Aktivisten in die Kampagnenarbeit entwickelt und durchgeführt, aber auch Kampagnen wie de Kampagne Müllermilch = Genmilch und die Jugendkampagne SolarGeneration geleitet.

Seit Januar 2008 verantworte ich den Teilbereich Presse, Recherche und Neue Medien.

02. Greenpeace twittert sehr erfolgreich, ist auf Facebook mit über 1.600 Fans der deutschen Greenpeace Fan-Page vertreten und betreibt diverse Themen-Blogs. Musste am Anfang viel Überzeugungsarbeit in der Greenpeace-Zentrale geleistet werden, um sich für die verschiedenen Kommunikationskanäle zu öffnen?
In der Strategie waren wir uns schnell einig, dass das Internet für unsere zukünftige Kommunikation eine stärkere Rolle spielen muss. Alleine schon um die jüngeren Zielgruppen zu erreichen, deren Medienkonsum praktisch komplett im Web stattfindet.

Wichtig war und ist, dass die Geschäftsführung voll hinter unserer Internet-Strategie steht und sie stützt. So wurde auch unser Vorschlag eine offene Community zu entwickeln sehr schnell angenommen und unterstützt. Aber für viele Kollegen stellen die neuen Kommunikationskanäle auch eine enorme Herausforderung an ihr Ressourcen- und Zeitmanagement dar.

Wir fahren unsere etablierten Kommunikationskanäle bisher auch sehr erfolgreich weiter und bedienen zusätzlich unsere eigenen sowie die externen Angebote im Web z.B. bei Facebook, YouTube oder Twitter.

03. Die neuen Kommunikationskanäle sind gerade in der Anfangszeit sehr zeitintensiv. Wie wurde der Aufwand intern bewältigt?

Wir haben unser Team vor allem in den Phasen der Konzepterstellung verstärkt. Wir verfolgen den Ansatz, dass die Kommunikation im Bereich Social Media auch von unseren Kampaignern übernommen wird.

So bloggt beispielsweise unsere Kollegin und Meeresexpertin Iris Menn über ihre wissenschaftliche Arktis-Reise auf dem Greenpeace-Schiff Esperanza . Aber auch unsere KollegInnen aus dem Briefcenter schreiben neuerdings im Greenpeace-Blog und beschreiben sehr charmant einen Aspekt der Greenpeace-Arbeit, den die Öffentlichkeit wenig kennt.

04. Haben die Web 2.0 Kommunikationen die Arbeiten bei Greenpeace in Form von Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen stark verändert?
Bisher haben sie unsere Arbeit nicht stark verändert. Aber ihr Einfluss nimmt zu. Heute bekommen wir z.B. über Twitter in kürzester Zeit ein ungefiltertes Feedback zu unseren Aktionen und unserer Informationsarbeit.

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Ankündigung: Interview-Reihe im Web 2.0 Blog

mikrofonAm Montag startet die neue Interview-Reihe auf  “I love Web 2.0″. Sofern es die Zeit zulässt, wird in einem 2-Wochen Turnus Interviews veröffentlicht.

Es werden Personen aus unterschiedliche Bereiche interviewt. Start-Up Unternehmer, Web 2.0 Persönlichkeiten, sowie Verantwortliche auf Kundenseite, die Ihre Sicht auf  die neuen Kommunikationskanäle erläutern.

Am Montag startet die Interview-Serie  mit Volker Gaßner, der als Teamleiter für die Bereiche Presse, Recherche und Neue Medien in der Greenpeace Zentrale in Hamburg zuständig ist.

Interview-Partner werden natürlich immer gesucht: Also meldet euch!