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Warum Social Media Guidelines wichtig für das Unternehmen sind

Von “offizieller Seite” gibt es bereits einen Leitfaden für Unternehmen: Im März hat der BVDW (Bundesverband digitale Wirtschaft e.V.) den Leitfaden “Social Media Richtlinien – 10 Tipps für Unternehmen und ihre Mitarbeiter” auf der Website veröffentlicht und zum Download freigegeben.

Die Kritiker sprechen direkt von Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit. Genau dieses ist nicht der Sinn von Social Media Guidelines, sondern die Sensibilisierung der Mitarbeiter im Umgang mit den gemachten Äußerungen. Die Mitarbeiter vertreten im privaten Umfeld Ihr Unternehmen, natürlich auch im Social Media Umfeld.

Im Hinblick auf die Mitbewerber der Unternehmen, sollten Internas nicht nach “draussen” gelangen bzw. über Kunden nicht in negativer Form gesprochen/getwittert werden. Viele denken jetzt sicherlich: “Ist doch klar, dafür braucht man keine Guidelines”. Fakt ist, dass Internas schnell und ohne böse Absichten unterschwellig verbreitet werden.

Nehmen wir als Beispiel das “Klagen” über schlechte Bezahlung, Kritik vom Kunden, schlechte Zuarbeit von Kollegen oder Überstunden im Unternehmen. Es ist eine subjektive Meinung der betroffenen Person, die aber auf das ganze Unternehmen zurück fällt. Wenn ein Kunde oder ein Interessent die Blogbeiträge, Tweets oder Facebook Nachrichten liest, erhält er automatisch ein negativen Eindruck, ohne jedoch Hintergrundinfos zu kennen.

Social Media Guidelines fördern im besten Fall auch die Aktivitäten im Social Media Umfeld. Durch die Guidelines werden Hemmungen abgebaut und der Mitarbeiter erkennt sofort, was er darf und nicht darf. Zudem hat er einen festen Ansprechpartner für seine Fragen, ob er bestimmte Dinge veröffentlichen darf.

Vorbildlich finde ich das Verhalten der 1&1 Internet AG. Sie veröffentlichten transparent im 1&1 Blog öffentlich Ihre Social Media Guidelines und setzen sich somit auch den Kritikern aus.

Nach eigenen Aussagen vom 1&1 Social-Media-Team war es an der Zeit, den 2.200 Mitabeitern einen Leitfaden für die Nutzung von Social Media Tools zu geben, um Unklarheiten im Vorfeld aus dem Weg zu räumen. Bereits im ersten Satz macht das Unternehmen deutlich, dass Aktivitäten gewünscht sind: “Das Unternehmen begrüßt ausdrücklich, wenn ihr euch im Web 2.0 engagiert.”

Die Versandgruppe OTTO in Hamburg hat auch keine Angst vor negativen Kommentaren, sofern Sie nicht als “offiziell” gekennzeichnet ist.
4. Als Mitarbeiter/in haben Sie das Recht, sich privat und auch öffentlich über das Unternehmen zu äußern – positiv wie negativ. Wenn Sie dies tun, sollten Sie in Ihrem eigenen Interesse und aus Respekt gegenüber der Community möglichst deutlich machen, dass Sie nur aus Ihrer persönlichen Sicht schreiben.

Linktipp für weitere Infos:
100 Social Media Guidelines auf digitalpublic.de

Social Media – Guidelines, Strategien und 10 Präsentationen

social_mediaIm digitalpublic-Blog werden 10 (englisch sprachige) Präsentationen zum Thema Social Media vorgestellt. In den Präsentationen werden u.a. das Markenbranding in Social Networks behandelt, sowie Begriffsdefinitionen und verschiedene Ansätze für eine Social Media Strategie.

Die Kommunikationsberaterin Dr. Kerstin Hoffmann stellt in Ihrem Blog die Frage, ob Social Media automatisch den Erfolg bringt. Sie kommt schließlich zum Ergebnis, dass der Erfolg und die Auswirkungen der Social Media Strategien stark von den eigenen Aktivitäten und dem Nutzungsverhalten abhängig ist. Der Artikel ist mit einer großen Portion Humor geschrieben.

Im Cluetrain-PR Blog wird das Problem der fehlenden Social Media Aktivitäten der Firmen behandelt. Eine große Anzahl der Mitarbeiter beteiligen sich aktiv in diversen Social Networks wie XING und veröffentlichen auch Infos über Ihren Arbeitgeber via Twitter & Co.

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