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Facebook-Party der CSU: Horst Seehofer verstößt gegen die Facebook Richtlinien und Fan-Wachstum statt Content

Social Media ist auch in der deutschen Politik angekommen. Wenn die Umfragewerte sinken, wird die Facebook Präsenz des bayerischen Ministerpräsidenten mit Hilfe einer “Facebook-Party” promotet.

Was in der bayersichen Welt eine Facebook-Party ist, ist in den meisten Fällen ein Gewinnspiel, indem ein iPad oder ein iPhone verlost wird. Das Ergebnis – unabhängig vom finanziellen Aufwand – ist sehr ähnlich: Ein rasanter Wachstum der Fananzahl, keinen nachhaltigen Ansatz verfolgt und die meisten Fans werden später nicht mehr im Dialog mit der Marke treten.

Das aktuelle Fazit der Facebook-Kampagne für Horst Seehofer/CSU:
Die “Facebook Party” der CSU war im Nobelclub P1 nicht nur teuer, sondern auch gegen die Richtlinien für die Durchführung von Gewinnspiele auf Facebook.

Die Mechanik des Gewinnspiels, sofern es überhaupt eine Logik verfolgte, war auf das “Fan werden” auf der Facebook-Fanpage ausgelegt. Jeder User, der die Teilnahme über Facebook bestätigt hat, wurde automatisch auf die Gästeliste gesetzt. Aufgrund der großen Anzahl der Teilnehmer auf Facebook, wurde später unter den Teilnehmern 1.000 Eintrittskarten verlost.

Die Durchführung verstößt gegen folgende Regeln:

  • Automatisierte Teilnahmen sind verboten
  • Teilnahmen über Facebook Standardfunktionen sind verboten (Like-Button, Fan-Anzahl, etc.)
  • Für die Abstimmung darf man keine Standard Funktionen von Facebook nutzen

Öffentlich wurde die Facebook-Party von den Verantwortlichen auch als Wettbewerb – gemessen an der Anzahl von Fans – gegenüber anderen Politikern bezeichnet.

Die Aussagen wundern nicht, wenn auf eine Politiker-Fanpage nicht die Inhalte/Dialog zählen, sondern nur die Anzahl der Fans.

Pinterest: The next big thing oder nur ein Hype?

FOCUS Online hat Pinterest schon als “Facebook-Killer für Schöngeister” betitelt. Pinterst ist im Grunde genommen nur eine Pinnwand, die vom Nutzer unter dem eigenen Account erstellt wird, wo er Bilder “anpinnen” und in Social Networks weiterteilen kann.


Der große Vorteil gegenüber Flickr & Co:
Man kann jedes Bild auf einer Website – mit Hilfe des Browsers – an seine Pinnwand pinnen. Unter seinem eigenen Account, hat der Nutzer die Möglichkeit mehrere Pinnwände zu veröffentlichen und in Alben einsortieren.

So können sich im laufe der Zeit spannende Fotoalben entwickeln.

Jetzt kommt der Vorteil:
Man muss nicht das Bild von einer Website abspeichern und wieder hochladen. Die Pinboards können zusätzlich auch nach dem Twitter-Prinzip gefolgt werden.

Mit der einfachen Benutzung fangen auch die Probleme mit dem Datenschutz an:
Pinterest hat nach heftigen Protesten seine Nutzungsbedingungen vor kurzer Zeit entschärft: Der Passus, wonach Bilder der Nutzer verkauft werden darf, wurde wieder gestrichen.

Generell gehört unter dem Aspekt des Datenschutzes alle Bilder dem Website-Betreiber (oder Urheber) und nicht Pinterest. Der Urheber wird vorher nicht gefragt und die Bilder ohne seine Zustimmung auf Pinterest veröffentlicht. In einem FOCUS Online-Artikel beschreibt Anwalt Carsten Ulbricht die rechtliche Seite folgendermaßen: “Die meisten deutschen Juristen kommen zu der Bewertung, dass Pinterest gegen das Urheberrecht verstößt“.

Lohnt sich Pinterest für Unternehmen?
Es kommt hierbei – wie in jeder Social Media Strategie – auf die Zielsetzungen und Produkte des Unternehmens an. Laut verschiedenen Studien ist die Zielgruppe vorwiegend weiblich.

Für Hotelbetreiber oder für das Städtemarketing könnte es sehr interessant sein. Für andere Branchen oder Unternehmen fehlt mir noch der tatsächliche Nutzen! Ich halte es für unmöglich, dass jemand beispielsweise Alu-Rohre eines B2B-Herstellers folgt oder weiter verbreitet.

Aus meiner Sicht wird der Social Media Dienst bisher stark gehypt, aber ich halte es für ein nettes Features in der privaten Anwendung.

Dolce Vita 2.0 – Vapiano zeigt es auf Facebook, wie man seine Kunden einbezieht

Vapiano ist eine internationale Restaurantkette / Selbstbedienungsrestaurants, die durch so genanntes Front Cooking die (vorwiegend italienischen) Speisen frisch vor den Augen der Gäste zubereitet.

Konzeptionell lässt sich das Team in regelmäßigen Abständen immer wieder was Neues einfallen:

Beispielsweise das Mittagspausengewinnspiel oder die Fan-Pasta. Über eine Facebook-App konnten die Fans ihr Lieblingsrezept erstellen und auf Facebook veröffentlichen.

Die Community konnte anschließlich aus über 1.200 Rezeptideen ihr Lieblingspasta-Rezept auswählen. Das Gewinner-Pastarezept wurde auch in den Restaurants eingeführt.

Kurzer Status-Check: Vapiano auf Facebook
Die offizielle und globale Vapanio-Fanpage besitzt derzeit über 270.000 Fans. Die Interaktionsrate ist derzeit, im Hinblick auf die Fan-Anzahl und wieviele Menschen über Vapino sprechen, mit über 10% sehr gut.

Die Zahlen lassen erkennen, das Vapiano mit den Fans kommuniziert und die Community aktionsweise einbezieht. Das Social Media Team besteht aus 2 Personen und wird auf der Fanpage – sehr authentisch – mit einer Kurzbeschreibung vorgestellt.

Vapiano und Instagram
Instagram ist eine kostenlose Foto-Sharing-Anwendung, die Benutzern erlaubt, Fotos zu machen, einen Filter anzuwenden und das bearbeitete Foto mit seinen „Followern“ zu teilen (Auszug von Wikipedia). Die App ist u.a. für Android und iOS erhältlich.

Vapiano ruft in verschiedenen Postings zum Download der App auf und fordert seine Fans auf, Bilder von “ihrem” Vapiano-Restaurant mit einem einheitlichen Hashtag zu veröffentlichen. Die Bilder werden in einer eigenen Facebook-Applikation auf der Vapanio-Seite bereit gestellt.

Die Fans können untereinander die eingestellten Bilder auf Facebook voten und das Social Media Team kürt jeden Tag ein neues Bild zum “Favorite of the day”, was innerhalb der Facebook-App dargestellt wird.

Was kann man verbessern?
Innerhalb der App fehlen verschiedene Filtermöglichkeiten, wie beispielsweise die Filterung der Fotos nach Votes oder Datum.

Die Beschreibung, wie der Nutzer mitmachen kann, sollte auch innerhalb der Seite direkt dargestellt sein.

Das Fazit
Eine gute Aktion und Vapiano zeigt es, wie man seine Community auch ohne Gewinnspiele mit einem iPad & Co. motivieren kann.

Best Practice: Integrierte Bewerbungskampagne für ein Vorstellungsgespräch bei Facebook in Irland

Die Zeiten sind vorbei, wo BMW, IBM oder die örtlichen Stadtwerke zu den beliebtesten Arbeitgebern gehörten. Jetzt sind es Google, XING oder Facebook.

Der 25 Jahre alte Franzose Bertrand Noirhomme hat sich Facebook als Traumarbeitgeber ausgesucht und für seine Bewerbung, eine eigene Kampagne kreiert. Die Zielsetzung war klar: Ein Vorstellungsgespräch bei Facebook in Irland.

Bestandteile der integrierten Kampagne

Die Zutaten wurden von Bertrand Noirhomme geschickt ausgewählt: Ein Dreikönigskuchen (laut Wikipedia ein traditionelles Festtagsgebäck, das zum 6. Januar, dem Tag der Erscheinung des Herrn, dem Festtag der heiligen drei Könige gebacken wird), ein eingebackener QR-Code und natürlich eine Verlinkung zu einer eigenen Website.

Gemäß dem Motto “Überlasse nichts dem Zufall”, wurde der Kuchen in eine Blechkiste verpackt. Zusätzlich schmückten persönliche Fotos die Blechkiste – natürlich im Blauton von Facebook.

Pünktlich zum Dreikönigstag am 06. Januar kam der Kuchen in der Facebook-Zentrale in Irland an.

Auf der eigens dafür erstellen Website, mit der passenden URL fb-hire.me, konnte die HR-Verantwortlichen den Lebenslauf als PDF-Datei runterladen und Impressionen in Form eines Making-Of-Specials der ausgefeilten Kampagne ansehen.

Die berechtigte Frage: Hat er den Job bekommen?
Leider nein, aber sein Ziel hat er definitv erreicht: Er hatte ein Vorstellungsgespräch in Irland. Auch wenn Bertrand Noirhomme bei Facebook nicht anheuern konnte, hat er europaweit das Interesse verschiedener Medien erreicht.

Die Vermutung ist also nahe, dass er aufgrund seiner kreativen Kampagne einen Job erhalten hat. Ich würde Bertrand einladen. ;-)

Kleine Kritik zum Schluß:
Warum hat Bertrand Noirhomme eine Website angelegt, wenn er sich bei Facebook bewirbt? Ein Facebook-Profil wäre in diesem Fall passender.

Vielen Dank an den Wollmilchsau-Blog, wo ich auf Bertrand Noirhomme aufmerksam wurde.

Best Practice: Weihnachtsaktionen auf Twitter

Viele Unternehmen haben Ihre Weihnachts-Aktionen, die früher vorwiegend in Form von Adventskalendern auf der eigenen Website umgesetzt wurde, auf verschiedene Social Media Plattformen verlagert.

Herr Bohne und Twitter
Die in Hamburg ansässige Social Media Agentur beepop media hat für Tchibo dieses Jahr mit Hilfe von Twitter eine Weihnachtsaktion gestartet.

Auf der Microsite Tchibo Twittmas können die User Weihnachtsgrüße an andere Twitter-Kontakte senden, die das hausinterne “Maskottchen” Herr Bohne dann stellvertretend in Form einer Grußkarte überbringt.

Die Grußkarte ist schön gestaltet und eine dezente Hintergrundmusik stimmt auf Weihnachten ein. Durch die Auswahl des Kanals Twitter ist die Viralität der Aktion gegeben, allerdings könnte die Autorisierung der Applikation in Zeiten von Datenschutz und Sicherheitsdiskussionen zu einem vorzeitigen Abbruch der Aktion durch den User führen. Eine kurze Erklärung auf der Microsite wäre hilfreich gewesen.

Konzeptionell wurde die Generierung von Newsletterabonnenten Twitter-Follower für den eigenen Tchibo Presse-Channel sehr geschickt gelöst: Bei der Erstellung der Grußkarte ist automatisch ein Häkchen gesetzt, ob man die News vom Presse-Channel abonnieren möchte. Inwiefern diese Vorgehensweise rechtlich bedenklich ist, wird in den nächsten Monaten sicherlich noch an der einen oder anderen Stelle diskutiert.

Link: www.tchibo-twittmas.de

Twitter und die Zielgruppe B2B: Xerox zeigt wie es geht!
Der Spezialist für Druckmaschinen Xerox, hat für die deutsche Zielgruppe dieses Jahr ebenfalls Twitter als Kanal ausgewählt. Die Aktion wird durch das Apple iPad als attraktiven Hauptgewinn verstärkt.

Ab dem 01.12. wurde jeden Tag ein Adventskalendertürchen in Form eines Tweets für die Kunden und Interessenten geöffnet. Um eine direkte Zielgruppenansprache zu ermöglichen, wurde in jedem Adventstweet eine Frage speziell zu Produkten oder über das Unternehmen gestellt.

Die Lösung konnten die Follower per Tweet an @xerox_de mit dem Hashtag #xeroxxmas. Am darauf folgenden Tag wurde die Lösung und der Tagesgewinner – natürlich per Twitter – bekannt gegeben.

Durch den Einsatz eines speziellen Hashtags kann die Reichweite der Aktion später einfach getrackt werden.

Link: www.twitter.com/xerox_de

Best Practice: Crowdsourcing bei o2

Große Unternehmen nutzen Social Media in ihrer Kommunikation, um näher am Kunden zu sein. In den letzten Jahren hat sich Crowdsourcing als Instrument für die Mitarbeit der Kunden und der Nähe zur Marke etabliert.

Nicht nur US-Konzerne wie DELL oder IBM setzen auf das Know-How ihrer Kunden für die Produktentwicklung, auch deutsche Unternehmen wie Tchibo oder o2 setzen auf Crowdsourcing.

Crowdsourcing bzw. Schwarmauslagerung bezeichnet im Gegensatz zum Outsourcing nicht die Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen, sondern die Auslagerung auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet. Eine Schar von Experten und Dienstleistern generiert Inhalte, löst diverse Aufgaben und Probleme oder ist an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt.
Quelle: Wikipedia

Der Kunde steht hierbei im Mittelpunkt:

Er ist Erfinder, Produktmanager und Jury in einer Person. Durch seine Meinung und Untersützung kann er den Erfolg der Marke mitbestimmen.

Der Telekommunikationsanbieter o2 geht ein Schritt weiter:

Den ersten Schritt ging o2 mit der eigenen Crowdsourcing-Plattform “IdeaExchange”. Auf dieser Plattform können Kunden ihre Ideen einstellen, dafür werben und andere Ideen bewerten.

Im Bereich “Ideen in Aktion” kann der Kunde die aktuellen Ideen, die o2 momentan auf eine mögliche Umsetzung prüft, transparent nachlesen.

Natürlich werden die Produkte nicht “nur” über Crowdsourcing entwickelt. Strategen, Produktmanager und andere Spezialisten entwickeln gemeinsam neue Tarife und Ideen für die Kundenbindung.

Ein Produkt wird oftmals monatelang am runden Tisch entwickelt, entschieden und umgesetzt. Was aber, wenn das Produkt nicht angenommen wird?

Die Lösung: Kunden stimmen über Ideen aus der Produktentwicklung ab!

Im o2-eigenen Ideenlabor (aktuell im BETA-Status) werden die Ideen aus der Produktentwicklung eingestellt und vom Kunden transparent bewertet.

Die Bewertung der Idee ist zeitlich befristet und wird nach Ablauf der Frist mit einer Prämie unterstützt.

Interessant ist zu sehen, dass die Anzahl der Bewertungen nicht von der jeweiligen Prämie abhängig sind, sondern vielmehr vom Inhalt der Frage.

Was haltet ihr vom o2-Beispiel? Ist dies die Zukunft im Crowdsourcing? Kennt ihr weitere Beispiele?

Google Plus: Wird der Hype bestehen können?

Im Schatten der kürzlich angekündigten gravierenden Änderungen Facebooks die in den letzten Tagen aus den Medien mit Schlagwörtern wie „Timeline“ oder „Open Graph“ nicht mehr heraus zu denken sind, zeichnet sich eine weitere Erfolgsgeschichte ab.

Google+ hat bereits in den ersten zwei Tagen seit Öffnung für die Allgemeinheit vor einer Woche eine Besuchersteigerung von rund 30 % erfahren. Schon in der Entwicklungsphase konnte Googles soziales Netzwerk in nur wenigen Wochen über 20 Millionen Nutzer anlocken (Zum Vergleich Facebook brauchte für die gleiche Nutzerzahl rund 3 Jahre). Doch wurden die ersten Google Plus User schnell als „Geeks“ und Technikfreaks gebrandmarkt. Im Fachjargon des Marketers allerdings wird dieser Personenkreis schmeichelnd als „Innovatoren“ bezeichnet, nämlich diese die Neuerungen als erste gegenübertreten wollen und auch gerne horrende Summen in Kauf nehmen (oft zu sehen während Apple-Neuvorstellungen). Bestätigt wird dies durch die nur schwach ansteigenden Besucherzahlen im weiteren Verlauf. Doch mit der Freigabe der öffentlichen Nutzung, konnte der erste Besucheransturm vor gut 3 Monaten, nochmals klar getoppt werden.

Die positive Presse die Google Plus bereits gesammelt hat, welche nach mehreren Misslungenen Versuchen des Suchmaschinenriesen im social networking Fuß zu fassen, nicht unbedingt zu erwarten war, tut sein übriges daran Nutzer anzulocken. Große Chancen weitere für sich zu gewinnen sieht Google vermutlich in den neusten Änderungen Facebooks, dies lässt eventuell auch erklären warum die allgemeine Freigabe für die Anmeldung auf den gleichen Tag fiel wie die Bekanntgabe des Redesigns Facebooks.

Eines bleibt klar, Google wackelt zunehmend am sozialen Thron des blauen Riesen und wartet zudem mit sauberem Design, hilfreichen Features und geht nun vermehrt sorgfältig mit Datenschutzfragen um. Facebook hingegen sah sich weit verbreiteten Unmut gegenüber. Zu nennen wären hier beispielsweise nur die oft willkürlichen Änderungen welche meist ohne Kenntnis der Nutzer durchgeführt wurden. Auch die Datenschutzoptionen sind bereits zu Gunsten von Facebook voreingestellt und lassen sich nur sehr umständlich deaktivieren.

Wird die “kritische Masse” erreicht?

Ob Googles kritische Masse erreicht werden kann bleibt abzuwarten. Die Voraussetzungen wären auf jeden Fall vorhanden, doch bergen Facebooks neueste Innovationen durchaus viele Möglichkeiten sich darzustellen, dies gilt für private Nutzer aber auch im besonderen Maße für Werbetreibende. Diese dringen neben dem SEO und dem SEM, mittels sozialen Netzwerken immer weiter in das SMO (social media optimization) vor, sodass es abzuwarten gilt wie sich die zwei ärgsten Kontrahenten angesichts steigenden Drucks gemeinsam entwickeln.

Gastautor: Michael T. von twago

Der Beitrag wurde freundlicherweise von Michael aus dem twago-Team bereit gestellt. twago ist ein Portal, welches hochwertige Dienstleistungen aus der Medien-Branche weltweit über das Internet vermittelt.

Du möchtest auch Gast-Autor werden? Es ist ganz einfach: Schicke mir eine Mail an hallo@iloveweb20.de mit deinem Wunsch-Thema und wenn möglich, ein erstes Textmanuskript als PDF oder Doc-Datei.

Self Marketing: Wie ein Architekt dank Social Media zum Einrichtungsstar von Hartz IV Bedürftigen wurde…

Der Berliner Architekt Le Van Bo hat Selbstbaumöbel entwickelt, die für die typische 21 Quadratmeter, 1-Raum Wohnung nach WBS-70 geeignet waren. Sein Ziel war eine maximale Lebensqualität und moderne Einrichtungen auf minimalem Wohnraum zu schaffen.

Le Van Bo wollte seine modulartige Wohnform auf dem internationalen Designfestival DMY vom 1. bis 5. Juni in Berlin präsentieren.

Für das Material, was er für den Messestand und den Bau der Möbel benötigte, wurden ca. 3.000 Euro benötigt. Le Van Bo hat das Projekt mittels Crowdfunding durch viele einzelne Personen finanzieren lassen.

In der Tat wurden 5.252,10 Euro gespendet und das Projekt konnte mit 175% finanziert werden. Ein internationales Medienecho gab es für den jungen Architekten gratis dazu.

In mehreren selbst gedrehten Videos hat der Architekt sein Projekt erklärt und auch das Endergebnis bekannt gegeben. Auf der Crowdfunding-Plattform Startnext.de hat er in regelmäßigen Blogbeiträgen die Crowd (Masse) vom Zwischenstand unterrichtet und den Projekt-Unterstützern mit verschiedenen Dingen (Poster, Baukurse, Tickets, etc.) zum spenden animiert.

Am Ende haben weltweit über 1.700 Menschen die kostenlosen Baupläne angefordert.

Kunden in Social Media Aktionen einbeziehen: Best Pratice Beispiel der Airline KLM

Customer Relationship Management… was für ein Wort! Leider wird die Kundenbeziehung von Unternehmen zum Kunden erst wieder ins Leben gerufen, wenn eine Reklamation oder eine Kündigung vorliegt.

Wie begeistert man dem “verwöhnten” Kunden? Die Zauberformel ist mit einem Wort schnell erklärt: Service!

Die Airline KLM hat es Anfang des Jahres mit einer beispielslosen Social Media / CRM-Kampagne vorgemacht:
KLM analysierte die Tweets und Facebook Einträge seiner Fluggäste, die gerade aktuell einen Zwischenstop einlegen und überraschte anschließend die Kunden noch am Flughafen mit einem kleinen individuellen Geschenk.

Natürlich ist die Aktion nur mit einem großen Zeit- und Personalaufwand realisierbar und nicht dauerhaft umsetzbar. Denn noch zeigt die Aktion von KLM ganz deutlich, dass die Idee bzw. der Kunde im Vordergrund jeder Aktion stehen muss.

Social Media Trendreport Juli 2011: Facebook, Marken & TV in Deutschland

Im Juli veröffentlichten die Agenturen Zucker und pilot den “Trendreport Juli 2011: Facebook, Marken & TV in Deutschland”. Die Studie untersucht die Facebook-Auftritte der Top100-Werbespender-Marken auf ihre Interaktions- und Dialogmöglichkeiten.

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass es für Marken nicht ausreicht, eine Facebook Fanpage zu besitzen. Die Marke muss Facebook als Interaktions- /Dialogplattform sehen und dementsprechend auch intern die Strukturen (beispielsweise Erstellung eines Themenplans für Facebook) schaffen.

Wie Fans sind auch auf Facebook sehr wählerisch und agieren nicht direkt mit der Markenpage. Das beweist die rückläufige Interaktionsrate von 1,5 % gegenüber im Vorjahr 2010 von 4,3 %.