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Social Media Monitoring: Was ist bei der Einführung zu beachten?

Social Media ist in aller Munde, oftmals wird aber das Monitoring der Social Media Aktivitäten vernachlässigt bzw. findet unter Umständen gar nicht statt.

Dieser Artikel wird nicht die Notwendigkeit eines Monitorings behandeln, sondern vielmehr die nötigen Schritte bei der Auswahl und Einführung eines Social Media Monitoring Tools.

Mittlerweile gibt es neben den professionellen Social Media Monitoring Tools wie beispielsweise Radian6, auch viele kostenfreie Alternativen. Jedes Unternehmen muss selbständig entscheiden, in welcher Form die Aktivitäten langfristig getrackt werden sollen und was die Vor- und Nachteile der Tools sind.  Der Kostenfaktor einer professionellen Lösung darf hierbei nicht unterschätzt werden.

In der Regel beginnen die Kosten der Tools (je nach Anforderung)  bei ca. 200,00 Euro bzw. 1.500,00 Euro im Monat. Die Preisspanne ist hoch und deshalb sollte man vor einer Einführung genau überlegen, welche Daten ich für mein Unternehmen ausgewertet haben möchte bzw. was mit den Daten weiterhin geschieht.

Aufgaben vor der Einführung:

  • Anforderungsliste für das Monitoring erstellen
  • Was soll getrackt werden?
  • Wie soll die Auswertung statt finden?
  • Welches Volumen (Suchbegriffe /-treffer) wird erwartet?
  • Briefing-Dokument für den Social Media Anbieter erstellen
  • Wie soll der Erfolg der Social Media Aktivitäten gemessen werden (KPI)?

    Interne Zuständigkeiten im Unternehmen festlegen:

    • Wer ist für das Monitoring verantwortlich? (Stichwort: Social Media Koordinator)
    • Wann wird auf Beiträge reagiert (festen Zeitrahmen festlegen. Was ist mit Wochenend-Arbeit…)?
    • Erarbeitung eines Workflows (u.a. Aufsetzen einer Wissensdatenbank) und Auswahl der Tools
    • In welchem Umfang finden die Auswertungen statt?
    • Sollen die Auswertungen intern oder extern erstellt werden?
    • Wer benötigt die internen Auswertungen (bspw. Vorstand?)
    • Budgetrahmen für das Monitoring (Basiskosten zzgl. personelle Ressourcen)

    Es empfiehlt sich mehrere Anbieter zu kontaktieren und anschließend zwei Social Media Monitoring Tools – in verschiedenen Preisklassen – für 4 Wochen zu testen. Anhand dieses Tests erkennt man deutlich, welche Funktionen persönlich wichtig sind und in welcher Form die Auswertungen benötigt werden.

    Die Entscheidung sollte immer nachhaltig gefällt werden und nicht anhand der monatlichen Kosten entstehen. Eine falsche Entscheidung kann unter Umständen später mehr kosten (Mitarbeiterschulungen, Import-/Export der vorhandenen Daten in das neue System, etc.), als direkt bei der Einführung auf das richtige Tool gesetzt zu haben.

    Was macht eigentlich ein Social Media Berater?

    Um eins vorweg zu nennen: Ich bin nicht jeden Tag auf Facebook. Es gehört zu meiner täglichen Arbeit. Klingt komisch? Ist aber so. Nein, ich stehe (leider) noch nicht auf dem Lohnzettel von Mark Zuckerberg.

    Inspiriert durch einen Beitrag meiner Social Media Kollegin Kate Schmitt von den Webguerillas aus Zürich, versuche ich mit diesen Blog-Beitrag zu erklären, was meine Tätigkeiten als freiberuflicher Social Media Berater sind.

    Die Berufsbezeichung “Social Media Berater” hat mittlerweile den gleichen faden Beigeschmack, wie Ende der 90er Jahre der “Webdesigner”. Wenn man sich auf XING die Anzahl der selbst ernannten Social Media Berater anschaut, erkennt man ein fast durchgängiges Muster:

    Keine nennenswerte Berufs-/Agenturerfahrung im Social Media Bereich, früher Versicherungskaufmann und heute DER Experte für Social Media – natürlich insbesondere Facebook.

    Ich bin der Auffassung, dass ich meinen Kunden in meinen Social Media Workshops nicht erklären muss, was ein Facebook-Profil ist und wie die Privatsphären-Einstellung richtig zu setzen sind. Diese Infos sind in 2 Sekunden über Google zu finden. Dafür muss man kein Geld für einen Social Media Berater ausgeben.

    Die Konzeption eines Gewinnspiels, wo ein iPad verlost wird und innerhalb von 48 Stunden über 2.000 Fans auf der Fanpage des Unternehmens sind, gehört auch nicht zu meinen Aufgaben bzw. sollte ein seriöser Social Media Berater genug Argumente finden, wie sich das Unternehmen die Kosten für das iPad sparen kann und wie ein Community Aufbau innerhalb der anvisierten Zielgruppe aussehen könnte.

    Meine Aufgaben als Social Media Berater sind u.a.:

    • Aufzeigen der Möglichkeiten und der Risiken einer aktiven Nutzung verschiedener Social Media Kanäle
    • Analyse der möglichen Social Media Kanäle (… es gibt mehr als Facebook und Twitter)
    • Einführung von Social Media in das Unternehmen (Definition von Prozesse, Know-How Organisation, Erarbeitung von Social Media Guidelines, usw.)
    • Beratung und Durchführung von Social Media Monitoring
    • Konzeption Community-Aufbau
    • Community Management für Marken
    • Erstellung von Mitbewerber-Analysen innerhalb der gleichen Branche
    • Definition von Workflows im Umgang mit Social Media (Krisen-Kommunikation, Customer Service, Redaktionspläne)
    • Employer Branding Konzepte (Unternehmensdarstellung im Social Media als Arbeitgeber)
    • Konzeption Social Media Maßnahmen (Gewinnspiele, Customer Service, Öffentlichkeitsarbeit, usw.)
    • Technische und inhatliche Überprüfung bereits vorhandener oder geplanten Social Media Aktivitäten

    Wahrscheinlich habe ich die Hälfte vergessen, aber es bietet einen ersten Überlick meiner Tätigkeit. Es gehört mehr dazu, als eine Vanity-URL auf Facebook einzurichten und ein Profilbild hochzuladen.

    Wer braucht überhaupt ein Social Media Berater?

    Ich unterstütze Unternehmen im Umgang mit der eigenen Marke bzw. in der Planung der Social Media Aktivitäten. Vorwiegend bin ich aber für Agenturen tätig und bin gemeinsam mit dem Team für Marken in den verschiedensten Bereichen tätig.

    Was früher der Webdesigner war, ist heute der Social Media Berater! Ich bin gespannt, wie sich die Berufsbezeichnung in den nächsten Jahren ändert.

    Best Practice: Social Media Kampagne – IKEA Big Sleepover

    Ein heimlicher Traum vieler Menschen: Eine Nacht alleine im Kaufhaus. Alles ausprobieren, völlige Ruhe, keiner der einen stört – oder eben eine riesige Party. IKEA England hat diesen Traum für eine – zugegeben sehr einfache, aber wirksame – Social Media Kampagne genutzt und sich für die letzte Variante entschieden: Eine riesige Party!

    Diesmal kam IKEA nicht alleine auf die Idee:
    Eine bereits existierende Fanpage auf Facebook, mit den Namen “I Wanna Have A Sleepover In Ikea”, konnte knapp 100.000 Fans für diese Idee begeistern. IKEA wurde auf die wachsende Fanzahl aufmerksam und lud über eine Facebook-App 100 ausgewählte Fans für eine Nacht in einem IKEA Möbelhaus im englischen Essex ein.

    Eine Nacht lang konnten die IKEA-Fans alles benutzen und ausprobieren. Den Mitternachtssnack gab es natürlich im eigenen Restaurant, die Betten und die Bettwäsche wurden von IKEA gestellt und nebenbei gab es noch ein organisiertes Rahmenprogramm.

    IKEA hat es (mal wieder) gezeigt, wie man es richtig macht: Die Community bzw. die Kundschaft in eine Kampagne zu integrieren und auf die Wünsche der Community einzugehen.

    Medial sehr gut genutzt, wurde über diese eine Nacht noch ein zweiminütiges Video auf YouTube veröffentlicht:

    Best Practice: Weihnachtsaktionen auf Twitter

    Viele Unternehmen haben Ihre Weihnachts-Aktionen, die früher vorwiegend in Form von Adventskalendern auf der eigenen Website umgesetzt wurde, auf verschiedene Social Media Plattformen verlagert.

    Herr Bohne und Twitter
    Die in Hamburg ansässige Social Media Agentur beepop media hat für Tchibo dieses Jahr mit Hilfe von Twitter eine Weihnachtsaktion gestartet.

    Auf der Microsite Tchibo Twittmas können die User Weihnachtsgrüße an andere Twitter-Kontakte senden, die das hausinterne “Maskottchen” Herr Bohne dann stellvertretend in Form einer Grußkarte überbringt.

    Die Grußkarte ist schön gestaltet und eine dezente Hintergrundmusik stimmt auf Weihnachten ein. Durch die Auswahl des Kanals Twitter ist die Viralität der Aktion gegeben, allerdings könnte die Autorisierung der Applikation in Zeiten von Datenschutz und Sicherheitsdiskussionen zu einem vorzeitigen Abbruch der Aktion durch den User führen. Eine kurze Erklärung auf der Microsite wäre hilfreich gewesen.

    Konzeptionell wurde die Generierung von Newsletterabonnenten Twitter-Follower für den eigenen Tchibo Presse-Channel sehr geschickt gelöst: Bei der Erstellung der Grußkarte ist automatisch ein Häkchen gesetzt, ob man die News vom Presse-Channel abonnieren möchte. Inwiefern diese Vorgehensweise rechtlich bedenklich ist, wird in den nächsten Monaten sicherlich noch an der einen oder anderen Stelle diskutiert.

    Link: www.tchibo-twittmas.de

    Twitter und die Zielgruppe B2B: Xerox zeigt wie es geht!
    Der Spezialist für Druckmaschinen Xerox, hat für die deutsche Zielgruppe dieses Jahr ebenfalls Twitter als Kanal ausgewählt. Die Aktion wird durch das Apple iPad als attraktiven Hauptgewinn verstärkt.

    Ab dem 01.12. wurde jeden Tag ein Adventskalendertürchen in Form eines Tweets für die Kunden und Interessenten geöffnet. Um eine direkte Zielgruppenansprache zu ermöglichen, wurde in jedem Adventstweet eine Frage speziell zu Produkten oder über das Unternehmen gestellt.

    Die Lösung konnten die Follower per Tweet an @xerox_de mit dem Hashtag #xeroxxmas. Am darauf folgenden Tag wurde die Lösung und der Tagesgewinner – natürlich per Twitter – bekannt gegeben.

    Durch den Einsatz eines speziellen Hashtags kann die Reichweite der Aktion später einfach getrackt werden.

    Link: www.twitter.com/xerox_de

    Best Practice: Crowdsourcing bei o2

    Große Unternehmen nutzen Social Media in ihrer Kommunikation, um näher am Kunden zu sein. In den letzten Jahren hat sich Crowdsourcing als Instrument für die Mitarbeit der Kunden und der Nähe zur Marke etabliert.

    Nicht nur US-Konzerne wie DELL oder IBM setzen auf das Know-How ihrer Kunden für die Produktentwicklung, auch deutsche Unternehmen wie Tchibo oder o2 setzen auf Crowdsourcing.

    Crowdsourcing bzw. Schwarmauslagerung bezeichnet im Gegensatz zum Outsourcing nicht die Auslagerung von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen, sondern die Auslagerung auf die Intelligenz und die Arbeitskraft einer Masse von Freizeitarbeitern im Internet. Eine Schar von Experten und Dienstleistern generiert Inhalte, löst diverse Aufgaben und Probleme oder ist an Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt.
    Quelle: Wikipedia

    Der Kunde steht hierbei im Mittelpunkt:

    Er ist Erfinder, Produktmanager und Jury in einer Person. Durch seine Meinung und Untersützung kann er den Erfolg der Marke mitbestimmen.

    Der Telekommunikationsanbieter o2 geht ein Schritt weiter:

    Den ersten Schritt ging o2 mit der eigenen Crowdsourcing-Plattform “IdeaExchange”. Auf dieser Plattform können Kunden ihre Ideen einstellen, dafür werben und andere Ideen bewerten.

    Im Bereich “Ideen in Aktion” kann der Kunde die aktuellen Ideen, die o2 momentan auf eine mögliche Umsetzung prüft, transparent nachlesen.

    Natürlich werden die Produkte nicht “nur” über Crowdsourcing entwickelt. Strategen, Produktmanager und andere Spezialisten entwickeln gemeinsam neue Tarife und Ideen für die Kundenbindung.

    Ein Produkt wird oftmals monatelang am runden Tisch entwickelt, entschieden und umgesetzt. Was aber, wenn das Produkt nicht angenommen wird?

    Die Lösung: Kunden stimmen über Ideen aus der Produktentwicklung ab!

    Im o2-eigenen Ideenlabor (aktuell im BETA-Status) werden die Ideen aus der Produktentwicklung eingestellt und vom Kunden transparent bewertet.

    Die Bewertung der Idee ist zeitlich befristet und wird nach Ablauf der Frist mit einer Prämie unterstützt.

    Interessant ist zu sehen, dass die Anzahl der Bewertungen nicht von der jeweiligen Prämie abhängig sind, sondern vielmehr vom Inhalt der Frage.

    Was haltet ihr vom o2-Beispiel? Ist dies die Zukunft im Crowdsourcing? Kennt ihr weitere Beispiele?

    Google Plus: Wird der Hype bestehen können?

    Im Schatten der kürzlich angekündigten gravierenden Änderungen Facebooks die in den letzten Tagen aus den Medien mit Schlagwörtern wie „Timeline“ oder „Open Graph“ nicht mehr heraus zu denken sind, zeichnet sich eine weitere Erfolgsgeschichte ab.

    Google+ hat bereits in den ersten zwei Tagen seit Öffnung für die Allgemeinheit vor einer Woche eine Besuchersteigerung von rund 30 % erfahren. Schon in der Entwicklungsphase konnte Googles soziales Netzwerk in nur wenigen Wochen über 20 Millionen Nutzer anlocken (Zum Vergleich Facebook brauchte für die gleiche Nutzerzahl rund 3 Jahre). Doch wurden die ersten Google Plus User schnell als „Geeks“ und Technikfreaks gebrandmarkt. Im Fachjargon des Marketers allerdings wird dieser Personenkreis schmeichelnd als „Innovatoren“ bezeichnet, nämlich diese die Neuerungen als erste gegenübertreten wollen und auch gerne horrende Summen in Kauf nehmen (oft zu sehen während Apple-Neuvorstellungen). Bestätigt wird dies durch die nur schwach ansteigenden Besucherzahlen im weiteren Verlauf. Doch mit der Freigabe der öffentlichen Nutzung, konnte der erste Besucheransturm vor gut 3 Monaten, nochmals klar getoppt werden.

    Die positive Presse die Google Plus bereits gesammelt hat, welche nach mehreren Misslungenen Versuchen des Suchmaschinenriesen im social networking Fuß zu fassen, nicht unbedingt zu erwarten war, tut sein übriges daran Nutzer anzulocken. Große Chancen weitere für sich zu gewinnen sieht Google vermutlich in den neusten Änderungen Facebooks, dies lässt eventuell auch erklären warum die allgemeine Freigabe für die Anmeldung auf den gleichen Tag fiel wie die Bekanntgabe des Redesigns Facebooks.

    Eines bleibt klar, Google wackelt zunehmend am sozialen Thron des blauen Riesen und wartet zudem mit sauberem Design, hilfreichen Features und geht nun vermehrt sorgfältig mit Datenschutzfragen um. Facebook hingegen sah sich weit verbreiteten Unmut gegenüber. Zu nennen wären hier beispielsweise nur die oft willkürlichen Änderungen welche meist ohne Kenntnis der Nutzer durchgeführt wurden. Auch die Datenschutzoptionen sind bereits zu Gunsten von Facebook voreingestellt und lassen sich nur sehr umständlich deaktivieren.

    Wird die “kritische Masse” erreicht?

    Ob Googles kritische Masse erreicht werden kann bleibt abzuwarten. Die Voraussetzungen wären auf jeden Fall vorhanden, doch bergen Facebooks neueste Innovationen durchaus viele Möglichkeiten sich darzustellen, dies gilt für private Nutzer aber auch im besonderen Maße für Werbetreibende. Diese dringen neben dem SEO und dem SEM, mittels sozialen Netzwerken immer weiter in das SMO (social media optimization) vor, sodass es abzuwarten gilt wie sich die zwei ärgsten Kontrahenten angesichts steigenden Drucks gemeinsam entwickeln.

    Gastautor: Michael T. von twago

    Der Beitrag wurde freundlicherweise von Michael aus dem twago-Team bereit gestellt. twago ist ein Portal, welches hochwertige Dienstleistungen aus der Medien-Branche weltweit über das Internet vermittelt.

    Du möchtest auch Gast-Autor werden? Es ist ganz einfach: Schicke mir eine Mail an hallo@iloveweb20.de mit deinem Wunsch-Thema und wenn möglich, ein erstes Textmanuskript als PDF oder Doc-Datei.

    Die kreativen Werbeagenturen und Social Media …

    Eine Symphonie in 3 Akten. Das die Agenturen, vorwiegend in Hamburg, sich gegenseitig nichts schenken und eigene Kampagnen für das Recruiting neuer Mitarbeiter veröffentlichen, ist nichts Neues. Es wird eine Pizza mit QR-Code an Mitarbeiter anderer Agenturen verschickt oder Jobangebote via Facebook Places nach dem Check-In.

    Jetzt haben die Agenturen ein neues Spielfeld für die kleinen, oftmals humorvollen, Machtkämpfchen entdeckt: Social Media!

    Die Berliner Dependance der Hamburger Werbeagentur Kemper Trautmann hat das Problem, dass die Straßenmusikanten in Berlin keine Rücksicht auf die kreativen Prozesse innerhalb der Agentur nehmen. Warum auch? Was tun? Man mobilisiert die über 1.000 Fans auf Facebook und lässt über den neuen Spielort der Straßenmusikanten abstimmen.

    Zur Auswahl standen keineswegs Gewerbegebiete oder ein dunkler Keller, sondern bekannte Namen wie Scholz & Friends, Saatchi & Saatchi, TBWA oder Aimaq & Stolle. Ein Clip auf YouTube hat den viralen Effekt zusätzlich unterstützt.

    Auf der Facebook Fanpage konnte dann die Community voten, welche Agentur die Straßenmusikanten für einen Tag “an der Backe” oder besser gesagt vor der Haustür haben.

    Die kreativen Agenturen sind keineswegs besser als kleine Kinder: So Du mir, so ich Dir! Die Antwort von Scholz & Friends lies nicht lange auf sich warten. Ein Bild mit Ohrenstöpsel auf der Scholz & Friends Fanpage mit dem netten Untertitel: “Liebe Kollegen von kempertrautmann! Ruhig bleiben, Hilfe ist unterwegs.”

    Runde Drei ging wieder an kempertrautmann, die ein Bild vom Team mit Ohrenstöpsel in den Nasen auf Facebook veröffentlichten.

    Man kann gespannt sein, was die nächste Antwort sein wird. Ein besonderer Dank geht an Kim-Christopher Granz vom Designlovr-Blog, für die Berichterstattung.

    ADAC präsentiert sich auf Facebook der jungen Zielgruppe

    Wer den Namen ADAC hört, denkt an Pannenhilfe oder an das monatliche Club-Magazin. Zielgruppe: 35+ und das Image ist ein wenig in die Jahre gekommen. Sowar bisher mein Eindruck vom ADAC. Weit gefehlt…

    Auf Facebook zielt der ADAC mit seinem Angebot “ADAC young generation” auf die junge Zielgruppe 16+ und setzt auf die Viralität im Social Media. Die Fanpage der ADAC young generation präsentiert sich auf seiner Pinnwand sehr dialogorientiert, was vom jungen Publikum für Fragen regelmäßig in Anspruch genommen wird. Die Reaktionszeit ist sehr kurz und die Antworten werden von der Community positiv bewertet.

    Die Produkte der ADAC young generation werden in einem Tab mit einer eigenen Landingpage beworben, stehen aber nicht im Vordergrund. Um eine dauerhafte Viralität im Netzwerk Facebook zu erzeugen, wurde zusätzlich ein Führerscheingenerator entwickelt.

    Der Führerscheingenerator trifft natürlich die Wünsche der jungen Zielgruppe: Jeder möchte ein Führerschein und endlich mobil sein. Der Generator verwendet das Facebook-Profilbild und stellt eine Vielzahl an Accessoires in Form von Brillen und Perücken zur Verfügung.

    Anschließend kann der fertige Führerschein als Profilbild verwendet, auf der Pinnwand gepostet werden oder als Grafik herunter geladen werden.

    Den Nerv der Zielgruppe hat der ADAC mit diesen Aktionen getroffen: Die Fanpage verzeichnet aktuell über 15.000 Fans. Es muss sich allerdings die Frage gestellt werden, ob Facebook die geeignete Plattform für die ADAC young generation ist. Eine Ausweitung der Aktivitäten in den Netzwerken von Schüler VZ oder StudiVZ würde die Reichweite erhöhen.

    Social Media Strategie – ein Fremdwort für die meisten Unternehmen?

    Ich habe via Facebook eine Grafik von der Agentur Intersection Consulting gefunden, die den aktuellen Zustand nicht besser beschreiben könnte.

    In den meisten Unternehmen ist die Auswahl der Plattformen, ohne die Nennung der Ziele, eine normale Handlung. In Briefings von Unternehmen an Social Media Agenturen liest man zuerst die Plattform, welches das Unternehmen als Social Media Kanal ausgewählt hat.

    Social Media Iceberg

    Welche Ziele verfolgt werden sollen und welche Zielgruppe angesprochen werden möchte, ist oftmals in einem Nebensatz enthalten. Facebook ist mittlerweile ein Buzz-Wort im Marketing geworden und jedes Unternehmen muss “drin” sein.

    Die Frage, ob eine Präsenz auf Facebook oder Twitter auf Seiten der Unternehmen ressourcenmässig abgedeckt werden kann, wird oft außer Acht gelassen.

    Warum eine Social Media Strategie kein Schnellschuß sein darf!
    Eine Social Media Strategie umfasst meiner Meinung nach, verschiedene Aspekte, die das Unternehmen auch langfristig erfolgreich in Social Media Kanälen etabliert. Beispielsweise die Erstellung und Vermittlung von Social Media Guidelines oder die interne Schulung einzelner Mitarbeiter, sowie ein Redaktionsplan für die Social Media Aktivitäten.

    Des Weiteren umfasst eine Strategie auch die Vernetzung der einzelnen Kanäle, um den Besucherstrom von der Website oder vom Newsletter auf die neuen Social Media Kanäle zu lenken.

    Man kann gespannt sein, was 2011 im Social Web passiert… hoffentlich ein Umdenken bzw. ein Wissenstransfer in den Unternehmen.

    Habt Ihr die gleichen Erfahrungen gemacht?

    OTTO und Brigitte – Mut wird auch im Social Web belohnt

    OTTO ist bereits im Bereich Employer Branding ein Paradebeispiel, für eine hohe Interaktion und einen echten Dialog mit User.

    Im November startete OTTO ein Model-Contest auf Facebook. Primäres Ziel war natürlich die Erhöhung der Fan-Zahl und die Sammlung von Nutzerdaten.

    User konnten über Facebook ein Bild von sich zur Teilnahme hochladen und die anderen Nutzer stimmten ab. Der Hauptpreis bestand aus einem professionellen Foto-Shooting in der OTTO Zentrale, sowie die Platzierung im Profilbild der Facebook-Fanseite für  zwei Wochen.

    Das Ergebnis überraschte selbst OTTO:
    48.490 Teilnehmer und ca. 1.200.000 Votes. Das ist zwar eine beachtliche Zahl, aber die wirkliche Überraschung war das Gewinnerbild.

    Kein supergestyltes Teeniebild wurde zum Sieger gekürt, sondern der 22-jährige Sascha oder auch einfach nur „Brigitte“.

    Sascha posierte auf seinem Bild in Frauenkleidern, mit einer blonden Perücke und einer roten Federboa. Das ungewöhnliche Bild fiel in der Community so stark auf, dass innerhalb von zwei Tagen er bereits auf dem 2. Rang gevotet wurde. Zusätzlich druckte Sascha noch Flyer und verteilte diese an seiner UNI.

    Das Resultat: Fast 23.000 Votes von ca. 1.2 Millionen Stimmen gingen an Sascha bzw. Brigitte.

    Andere Unternehmen wären sicherlich in Sorge geraten (Branding, Imagegründen, etc.) und hätten die Aktion gestoppt, aber OTTO hat es mit Humor genommen und am Ende – in Anbetracht der Aufmerksamkeit On- und Offline – sogar positive Bilanz gezogen.

    OTTO-Pressesprecher Thomas Voigt:
    “Was Sascha mit seinem Foto ausgelöst hat, war gigantisch. Täglich wuchs unsere Fangemeinde um rund 10.000 auf am Ende 160.000 Fans”.

    OTTO hat auch das Versprechen eingelöst und Sascha wurde als Brigitte zum Fotoshooting in der OTTO-Zentrale in Hamburg eingeladen.

    Medial hat OTTO sehr schnell und gut auf die Aktion reagiert und hat u.a. im eigenen Two-for-Fashion-Blog darüber ausführlich berichtet. Auf YouTube hat OTTO zusätzlich Making-Of-Videos bereit gestellt und somit auch die virale Verbreitung zu unterstützen.

    Rechtlicher Hinweis: Das abgebildete Bildmaterial stammt von OTTO / Two-for-Fashion-Blog